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Tomb Raider IV im Test - Innovationsarme Amazone

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Lara is back: Der vierte Teil
Lara is back: Der vierte Teil
Mit Tomb Raider IV - The Last Revelation veröffentlicht Eidos nun bereits den vierten Teil eines der erfolgreichsten Computerspiele aller Zeiten. Wieder einmal hat man also die Möglichkeit, in die Rolle der zum Kultobjekt erhobenen Lara Croft zu schlüpfen und die Menschheit zu retten.

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Schauplatz der Handlung ist diesmal Ägypten. Auf einer Expedition begeht Lara versehentlich einen verhängnisvollen Fehler und erweckt dadurch Set, den den im Grab schlummernden Rachegott, wieder zum Leben. Dieser droht durch Seuchen und ähnliche Unannehmlichkeiten das gesamte Menschengeschlecht auszurotten. So beginnt das Rennen gegen die Zeit, das durch unzählige, teilweise authentische Gebäude und Landschaften Ägyptens führt; auch die Hintergrundgeschichte entspringt nicht etwa der Fantasie der Programmierer, sondern beruht größtenteils auf Überlieferungen der ägyptischen Mythologie.


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Für ein stimmiges Ambiente ist also durchaus gesorgt, was durch kleine Zwischensequenzen und Animationen noch unterstützt wird. Vor allem hat man im Vergleich zu den Vorgängern erstmals nicht das Gefühl, hilf- und orientierungslos in viel zu großen Arealen herumzuirren und dabei die Rahmenhandlung aus den Augen zu verlieren.

Die Präsentation unterscheidet sich nur unwesentlich vom dritten Teil: Zwar sind die Grafiken etwas farbenprächtiger und detaillierter ausgefallen, was sich beispielsweise bei gewissen körperlichen Rundungen optisch deutlich bemerkbar macht. Insgesamt jedoch hätte hier aber schon mehr erwarten können. Die Soundeffekte sind bekannt spärlich, und die Begleitmusik ist unauffällig.


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Alles das ließe sich verschmerzen, wenn Tomb Raider IV nicht auch wieder dieselben, bereits bekannten gravierenden Mängel in der Steuerung aufweisen würde. So ist es den Programmierern unverständlicherweise wieder nicht gelungen, die Probleme der wechselnden Kamerapositionen zu beheben. Häufig segnet man also wieder nur deshalb das Zeitliche, da man den Gegner überhaupt nicht erblicken konnte. Auch viele Geschicklichkeitspassagen erweisen sich als unfair und lassen sich erst nach häufigen Versuchen meistern, da eine derart filigrane Steuerung, wie sie in derartigen Positionen benötigt würde, nicht möglich ist und man durch das ungenaue Handling und die grobe Kollisionsabfrage oftmals der Resignation nahe ist. Daher resultiert auch der wieder sehr hohe Schwierigkeitsgrad, obwohl die künstliche Intelligenz der Computergegner immer noch zu wünschen übrig lässt.

Fazit:
Alles beim Alten also: Tomb Raider IV ist nur eine innovationsarme Wiederauflage des Vorgängers, mit denselben Stärken, aber eben auch den altbekannten Schwächen. Bedenklich daran ist, dass Eidos wahrscheinlich auf Grund der intelligenten Marketingstrategie wieder neue Verkaufsrekorde erzielen wird, trotz der Einfallslosigkeit der Spieledesigner. [Von Thorsten Wiesner]



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