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SAP plant Aktienoptionsprogramm für Topmanager

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Als Reaktion auf die Abwanderung von mindestens 27 Topmanagern aus Schlüsselpositionen plant der Vorstand des Softwarekonzerns SAP nach Informationen des Wirtschaftsmagazins 'Capital' die Auflage eines Aktienoptionsprogramms nach amerikanischem Muster. Ab Frühjahr 2000 sollen Topmanager Wandelanleihen auf SAP- Vorzugsaktien erwerben können.

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Hintergrund der Maßnahme: Allein das US-Softwareunternehmen Siebel hatte im laufenden Jahr 27 Manager aus SAP- Schlüsselpositionen abgeworben. Siebel köderte die Manager mit Optionsplänen in Millionenhöhe. Mit Paul Wahl sitzt der ehemalige Amerika-Vorstand von SAP seit dem Frühjahr im Board von Siebel. Mittlerweile verklagte SAP America den Konkurrenten auf Schadenersatz und Unterlassung.

SAP-Vorstandssprecher Hasso Plattner will das Optionsmodell so schnell wie möglich, doch den Plan müssen die Aktionäre genehmigen. Wie 'Capital' berichtet, will Plattner nicht bis zur ordentlichen Hauptversammlung am 5. Mai 2000 warten. Deshalb plant er eine außerordentliche HV zum Jahresanfang, wahrscheinlich noch im Januar. Dann könnte SAP schon im Frühjahr mit der Ausgabe der Wandelanleihen beginnen. Weil die Einladungen sechs Wochen vorher an die Aktionäre verschickt werden müssen, ist ein Aktionärstreffen vor Jahresende nicht mehr möglich.

SAP verfügt bereits über das Mitarbeiterprogramm Star. Es arbeitet mit virtuellen Aktien, deren Kurse SAP zu bestimmten Stichtagen berechnet. Doch im Vergleich zu amerikanischen Stock-Option-Plänen ist Star zu kompliziert. "Unser System versteht in Amerika keiner", räumte Vorstandssprecher Plattner im Gespräch mit 'Capital' ein.

Die Vorteile des neuen Programms, das auf Vorstand, Geschäftsführer und ausgewählte Leistungsträger beschränkt ist: Flexible Ausübungszeitpunkte statt fixer Stichtagskurse, Erwerb tatsächlicher Unternehmensanteile statt virtueller Aktien und - wenn möglich - keine Ausübungshürden.

In Deutschland wird laut 'Capital' eine Ausübungshürde verlangt, etwa eine vorgegebene Gewinnsteigerung oder eine Orientierung an der Aktienperformance. Plattner will das Modell mit Hinblick auf die USA aber so einfach wie möglich halten. SAP-Berater diskutieren eine Zweiteilung: Manager könnten zwischen einem europäischen Modell mit Ausübungshürde und dem amerikanischen Modell wählen.

Im Interview äußerte sich SAP-Vorstandssprecher Hasso Plattner auch zur Internet-Strategie mySAP.com . Dabei feuerte er eine Breitseite gegen den Konkurrenten Oracle: "Wir haben das Produkt in Philadelphia vor 14.000 Kunden live gezeigt. Oracle präsentierte zwei Wochen später von seinem Produkt nur Powerpoint-Folien. Wenn wir uns das geleistet hätten, wären wir tot."



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