Spieletest: Nocturne - Auf der Jagd nach Werwölfen

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Nocturne
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Take 2 veröffentlicht in diesen Tagen das düstere 3D-Adventure Nocturne, das auf Grund Aufsehen erregender Vorabpräsentationen bereits von sich reden machen konnte.

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Man sieht sich als Spieler in das Jahr 1933 zurückversetzt. Als Agent des Spookhouse, einer geheimen Regierungsabteilung zur Bekämpfung der übernatürlichen Kräfte der Dunkelheit und des Bösen, steht man nun vor der Aufgabe, Geisterjäger zu spielen. Insgesamt müssen über vierzig verschiedene Kreaturen wieder in das Reich der Albträume verbannt werden, und die Reise führt dabei durch die unterschiedlichsten, aber immer furchteinflößenden Orte wie dunkle Burgen und finstere Tempel.


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Zeitgenossen mit schwachen Nerven sollten lieber die Finger von diesem Programm lassen beziehungsweise für ausreichende Zimmerbeleuchtung sorgen: Selten hat man eine derart große Zahl von Grau- und Schwarztönen auf seinem Monitor erlebt. Zusammen mit der stimmungsvollen Musik, der englischen Sprachausgabe und der fantasievollen Hintergrundgeschichte hätte das hier also durchaus ein wahres Highlight für Freunde des gepflegten Bildschirmhorrors werden können - wenn da nicht einige Mängel wären, die das Spielvergnügen doch deutlich trüben.


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So gewinnt man mit zunehmendem Spielverlauf immer mehr den Eindruck, als ob die Story mehr an einem vorbeiläuft als dass man sie wirklich selber vorantreibt. Während die Aufgaben hauptsächlich darin bestehen, Ungeheuer unschädlich zu machen und Türen und Zugänge ausfindig zu machen, entfaltet sich die Geschichte vor allem in selbstablaufenden Zwischensequenzen, auf die man keinen Einfluss nehmen kann. Die Verknüpfung zwischen diesen Spielteilen ist daher eher weniger gelungen. Ein weiteres großes Manko ist die Spielsteuerung, die vor allem wegen der häufigen Wechsel der Perspektive einiges an Einarbeitungszeit verlangt und auch später zu häufigen Toden führt, da man einige Gegner einfach übersieht. Überhaupt fällt der Schwierigkeitsgrad sehr hoch aus, es empfiehlt sich also, von der Speicherfunktion häufig Gebrauch zu machen.

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Auch die Hardwareanforderungen sind gewaltig: Wer einen flüssigen Spielablauf gewährleisten will, sollte zumindest über einen Pentium 2, 96 MByte RAM und 1,4 GByte freien Speicherplatz auf der Festplatte verfügen; für den vollkommenen Grafikgenuss wäre auch ein Direct3D-Beschleuniger vonnöten.

Fazit:
Nocturne hinterlässt einen sehr zwiespältigen Eindruck: Auf der einen Seite die wirklich wunderschöne Präsentation, die vor allem durch wunderbar animierte Charaktere und faszinierende Licht- und Schattenspiele beeindruckt, auf der anderen Seite die wirklich gravierenden spielerischen Mängel. Einmal mehr gibt dieses Programm also ein Beispiel dafür ab, was passiert, wenn Programmierer zu sehr auf das äußere Erscheinungsbild Wert legen und dafür die inneren Werte vernachlässigen, was hier wirklich bedauerlich ist, da das in diesem Spiel steckende Potenzial wirklich gewaltig ist. [Thorsten Wiesner]

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