Vorsicht bei Internet-Einkaufsgemeinschaften
Einkaufsgemeinschaften im Internet gehören zu den neuesten Trends im weltweiten Netz. Die Idee: Indem sich mehrere Käufer bei einem Anbieter zusammentun, kann dieser die gewünschte Ware in großen Mengen einkaufen und so den Preis drücken.
Doch wer dabei auf Schnäppchenpreise hofft, wird oft enttäuscht – und muss manchmal sogar draufzahlen. Das hat die Verbraucherzeitschrift "plus" bei einer Stichprobenuntersuchung festgestellt. Wie das Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet, liegen die Preise etwa für Computer-Hardware zum Teil drastisch über denen im Einzelhandel. Daher lohnt es sich, die Angebote vor einer Bestellung bei einer Einkaufsgemeinschaft gründlich zu vergleichen.
Am Beispiel eines Farbdruckers vom Typ Hewlett Packard 610C hat plus festgestellt: Der Startpreis, den ein Käufer zu zahlen hat, wenn keine weiteren verbindlichen Bestellungen anderer Interessenten eingehen, lag bei der Internet-Einkaufsgemeinschaft Cheap for You(öffnet im neuen Fenster) um 120 Mark über dem günstigsten Computeranbieter vor Ort. Auch der fällige Endpreis schließlich lag mit 199 Mark noch um 20 Mark über dem Angebot eines Versandanbieters. Ähnlich die Situation bei der Bestellung einer Grafikkarte 3dfx Voodoo 3000 TV: Sie kostete bei der Web-Einkaufsgemeinschaft Powershopping(öffnet im neuen Fenster) 285 Mark, beim Händler nur 279 Mark, schreibt die Zeitschrift.
Kommentar:
Dass die Betreiber der Einkaufsgemeinschaften absichtlich an der Preisschraube drehen, ist unwahrscheinlich – nur leider sind offizielle Preisemfehlungen der Hersteller kaum ein Maßstab für den tatsächlichen Preis im Handel und demzufolge untauglich zur Feststellung der Ersparnis beim Gemeinschaftseinkauf.
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