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Spieletest: Tonic Trouble - Witziges Jump'n Run

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Tonic Trouble legt los
Tonic Trouble legt los
Mit Tonic Trouble veröffentlicht Ubi Soft kurze Zeit nach dem Highlight Rayman 2 ein weiteres Jump'n'Run, diesmal mit dem lilafarbenen Alien Ed als Hauptfigur.

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Eben dieser Ed hat aus Liebeskummer unabsichtlich eine mysteriöse Getränkedose auf die Erde fallen lassen. Das klingt zwar im ersten Moment eher unspektakulär, hat aber weitreichende Folgen für unseren Planeten, da hier eine Kette von Mutationen ausgelöst wird. Ed muss nun versuchen, sein Missgeschick wieder zu korrigieren, indem er die Getränkedose ausfindig macht und dem bösen Grogh entreißt. Dabei stellen sich ihm weißbrotschießende Toaster, mordslüsterne Karotten und wilde Killertomaten in den Weg.


Screenshot (Klick mich)

So bizarr die Hintergrundgeschichte anmutet, so unterhaltsam sind auch die über vierzig Charaktere des Spieles gestaltet. Insbesondere die Mimik und die Bewegungsabläufe der unterschiedlichen Gegner sorgen jederzeit für ein sehr unterhaltsames Gameplay. Und damit ist dann auch bereits der größte Vorzug des Programms genannt: Selten gab es in einem Action-Adventure dermaßen viel zu lachen wie hier. Vor allem für Ed, der mit einem Blasrohr auf die Feinde losgeht und durch eine Chamäleongürtel auch deren Gestalt annehmen kann, ließen sich die Programmierer einiges einfallen, sodass man auch nach fortgeschrittenem Spielverlauf durch grafische Gemütsregungen und Aktionen überrascht wird, die man vorher noch nicht gesehen hatte.


Screenshot (Klick mich)

Leider gab man sich bei der technischen Umsetzung nicht ganz so viel Mühe: So wirken die Animationen teils etwas hölzern und lieblos, und die Kollisionsabfrage ist zu oft eher ungenau. Die Grafik ist zwar in wunderbaren Bonbonfarben gehalten, wirkt aber nicht so prächtig wie bei Rayman 2 . Vielleicht ändert sich das ja mit der später erscheinenden DVD-Version des Spiels. Und auch über die Musik lässt sich eigentlich nur sagen, dass sie zumindest nicht unangenehm auffällt. Die Steuerung ist zufriedenstellend, wobei hier ein Gamepad unbedingt zu empfehlen ist. Der Schwierigkeitsgrad ist zu Beginn eher niedrig, steigert sich dann aber doch erheblich, ohne allerdings jemals wirklich unfair zu werden.

Fazit:
Mit Tonic Trouble hat Ubi Soft ein sehr unterhaltsames und mit guten Ideen gespicktes Jump'n'Run-Spiel veröffentlicht, dass leider durch eine Reihe von kleinen Mängeln Bestnoten dann doch um ein ganzes Stück verfehlt. Im direkten Vergleich zum vom Gameplay und der Präsentation vergleichbaren Rayman 2 zieht Tonic Trouble klar den Kürzeren. Nichtsdestotrotz ist das Programm für Liebhaber des Genres und Freunde von durchgeknallten Ideen durchaus zu empfehlen. [Thorsten Wiesner]



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