WindStone: Linux auf dem PalmPilot

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WindStone beim Start
WindStone beim Start
Das koreanische Unternehmen OSK hatte bereits im Oktober in Kooperation mit HanmeSoft mit WindStone eine Linux-Distribution für 3Coms PalmPilot-Geräte angekündigt, die sich durch hohe Stabilität und geringen Stromverbrauch auszeichnen soll und nun in einer Testversion erhältlich ist. Mit WindStone können entsprechend ressourcensparende Linux-Anwendungen direkt auf dem PalmPilot ausgeführt werden. Gleichzeitig bleibt WindStone binärkompatibel zu PalmOS, sodass PalmOS-Anwendungen weiterhin benutzt werden können.

WindStone besteht aus drei Komponenten:

  • WindStone KE (Kernel Environment):
    Basierend auf einem schlanken Linux-Kern, erlaubt WindStone KE das Ausführen von Linux-Anwendungen. Es wurde für Embedded Devices mit unterschiedlichsten Anwendungsgebieten entwickelt.
  • WindStone PE (Portable Environment):
    Sorgt für Binärkompatibilität zum PalmOS und erlaubt es, weiterhin die gewohnten PalmOS-Anwendungen zu benutzen. Verbraucht wenig Systemressourcen und ist 100-prozentig kompatibel mit Linux.
  • WindStone GE (Graphics Environment):
    Schnelle Grafik-Engine für Embedded Devices, die verschiedene Benutzer-Schnittstellen unterstützt. OSK liefert dazu verschiedene Wizards für die Entwicklung von Anwendungen mit, die unter GE laufen.

OSK hat neben der PalmPilot-Version auch ein WindStone für den Motorola-MC68328-Dragonball-Chipsatz fertig, Portierungen auf Intel und ARM-Chipsätze sind geplant. Gegen Ende des Jahres will OSK seine Pläne für Internet-Anwendungen auf WindStone-Basis offen legen.

PalmPilot-Besitzer, die einen ersten Einblick in WindStone gewinnen wollen, können sich die diese Woche erschienenen ROM Images aus dem Netz laden und auf ihren PalmPilot installieren. Es stehen zwei Versionen zur Verfügung, eine, die mit dem XCopilot unter Linux und eine, die mit Hilfe der 3Com-Windows-Software auf den PalmPilot gespielt werden kann. Die Demo-Version allerdings bietet nicht alle Funktionen des kompletten WindStone.

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