Virtuelle Flugschule - Abheben im Internet
Die Internet-Lernplattform für Flugschüler entwickelte das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Gefördert wird das Projekt "Lilienthal" von der Europäischen Union.
Vier namhafte Verkehrsfliegerschulen gaben den Anstoß: Sie wollten zunächst die Lerninhalte der Kurse harmonisieren, um die Informations-und Kommuikationsstrukturen europaweit zu optimieren und die Kooperation zu vereinfachen. Auf dieser Basis hat das IAO eine Internet-Plattform geschaffen, mit deren Hilfe die Piloten ihre Ausbildung per Tele-Learning absolvieren können.
Die zu Tele-Tutoren gewandelten Fluglehrer betreuen die Schüler online. "Der Vorteil des Internetkurses ist, dass der Student sein Lerntempo und die Lernabschnitte individuell einteilen kann", erläutert Sandra Frings vom IAO. Die Flugschulen wollen sich zu einer virtuellen europäischen Pilotenschule zusammenschließen.
Seit Oktober gibt es erste Probeklassen in verschiedenen Flugschulen, die eine Demoversion der Multimedia-Ausbildung testen. Parallel dazu bewerten verschiedene Universitäten bis Ende Dezember unter anderem, wie Lerninhalte im Tele-Learning Lehrplan realisiert wurden. Ab Juni 2000 können Lilienthal-Interessenten unter www.pilotschool.net(öffnet im neuen Fenster) erste theoretische Flugversuche unternehmen. Die Online-Piloten können zu einem kostenlosen Demokurs starten. Die Flugpraxis müssen die Studenten allerdings noch real absolvieren.
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