Deutsche Soldaten im Kosovo telefonieren gratis

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Mit einer Betreuungsmaßnahme für Soldaten im Kosovo hat Verteidigungsminister Rudolf Scharping Freude in der Truppe ausgelöst - und Unmut im Bürokraten-Apparat seines Ressorts.

Wie der Spiegel berichtet, können die Kfor-Soldaten in Prizren neuerdings über eine Satellitenanlage gratis in die Heimat telefonieren - gesponsert von der Deutschen Telekom.

Sie stellte die Anlage für ein Jahr kostenlos zur Verfügung. Die Bundeswehr musste nur für Transport und Bedienungspersonal sorgen. Die Aktion hatte Radsport-Fan Scharping schon im Juli bei der Tour de France mit Telekom-Chef Ron Sommer verabredet.

Die Ministerialbürokratie versuchte zunächst, die neue Idee und das förmliche Angebot der Telekom abzublocken: "Sponsoring" sei beim Militär "nicht üblich", zudem habe der "Haushaltsgesetzgeber" die Aktion im Wehretat "nicht veranschlagt".

Gegen "massiven Widerstand" (Scharping) der Beamten ließ der Minister die Anlage Ende September installieren - und die Soldaten ermuntern, bei jedem Gespräch für mildtätige Zwecke zu spenden. Seither kamen dank der Telefoniererei der Truppe gut 500.000 Mark zusammen. Das Geld soll Angehörigen der bei Unfällen im Kosovo getöteten Kameraden zugute kommen sowie jenen Soldaten, die bei Minenexplosionen verwundet wurden.

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