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Universitäten entdecken molekülgroßen Speicher

/ Christian Klaß
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Ein gemeinsames Forscherteam der Yale(öffnet im neuen Fenster) und Rice Universitäten hat die Entdeckung eines molekülgroßen Speicherelements angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , das zwei der größten Probleme der Halbleiterindustrie beseitigen könnte: Die immensen Herstellungskosten von Speicherbausteinen und die an ihre Grenzen stoßende Miniaturisierung. "Wir haben ein Speicherelement mit der Größe eines einzelnen Moleküls demonstriert", erklärt Mark Reed, ein Professor der Yale-Universität. "Dies ist die äußerste Größe, die man mit Microminiaturisierung erreichen kann. Die Herstellung des Moleküls wurde mit Hilfe einer Methode namens "Self-Assembly" vorgenommen, die das Potential für eine dramatische Kostenreduzierung hat."

Einzelne Moleküle sollen wesentlich robuster und besser zur Datenspeicherung geeignet sein als herkömmliche Silizium-Speicher. Ihre Lebensspanne soll etwa 1 Million Mal länger sein, als die eines gebräuchlichen DRAMs, das nicht in der Lage ist, gespeicherte Ladungen lange aufrecht zu erhalten.

Mit dem Ein-Molekül-Speicher fehlt einem universell einsetzbaren molekularen Computer nur noch ein entscheidendes Teil, ein umkehrbarer Ein-Molekül-Schalter. Reed vermutet, dass dieser fehlende Mosaikstein bald in Aktion zu sehen sein wird.

Die Forschungsunterlagen werden auf dem International Electron Devices Meeting (5. – 8. Dezember 99) erstmals vorgestellt und stellen eine Prognose, wie die Technologie die Elektrotechnik der nächsten Jahre beeinflussen könnte.


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