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Umfrage: Händler noch nicht überzeugt vom Athlon

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Seit Monaten liefern sich AMD und Intel ein hitziges Gerangel um Marktanteile; für viele Computerhändler scheint das Rennen jedoch längst entschieden, wie eine aktuelle Umfrage des Internet-Marktplatzes eVITA.de zeigt. Die befragten deutschen Computerhändler empfahlen ihren Kunden eher Rechner mit Intels Pentium III Prozessoren als mit AMDs schnellerem Athlon.

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Gefragt wurde unter anderem, welchen Prozessor die Fachhändler empfehlen: 36 Prozent legen ihren Kunden den Athlon ans Herz, 58 Prozent den Pentium III. Lediglich 5 Prozent meinten: "Kommt drauf an". Ein deutliches Plus beim Pentium III - eVita vermutet, dass hier die immensen Marketingbemühungen von Intel eine wichtige Rolle spielen.

Das größte Sorgenkind für AMD dürfte laut Umfrage die hohe Rücklaufquote bei den Athlon-Rechnern sein, die wahrscheinlich in Kinderkrankheiten der wenigen verfügbaren Mainboards und des darauf zu findenden AMD-Athlon-Chipsatzes begründet ist. Nur acht Prozent der Händler gaben an, die Kunden seien eher mit ihren Intel-Rechnern unzufrieden, bei den AMD-Rechnern sind es hingegen knapp die Hälfte. Weder Händler noch Käufer dürften lange Freude an diesen Problemfällen haben. Wenn 50 Prozent der Verkäufer mehr Probleme mit Athlon-Rechner erwarten, werden sie auch weiterhin Intel-Chips empfehlen.

Interessant auch die Frage, ob Kunden gezielt nach einem Prozessor fragen und ob die Nachfrage befriedigt werden kann. Knapp 30 Prozent der befragten Händler sind laut Umfrage der Meinung, dass das Angebot an Pentium-III-Prozessoren höher sei als die Nachfrage, 51 Prozent finden Angebot und Nachfrage ausgewogen. Lediglich 4 Prozent sind der Ansicht, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt.

Beim Athlon sieht es etwas anders aus: 28 Prozent der befragten Händler sind der Ansicht, das Angebot an Athlon-Prozessoren sei höher als die Nachfrage, 32 Prozent halten es für ausgewogen und fast 40 Prozent sind der Ansicht, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt.

Schuld daran dürfte auch die desolate Mainboard-Situation sein, an der AMD jedoch wenig Schuld hat. Zwar haben nahezu alle Hersteller Athlon-Mainboards im Programm, diese sind jedoch - schätzungsweise aus Furcht vor Intel - bei den wenigsten offiziell beworben und sind nicht oder nur über Umwege zu erhalten. Selbst ASUS, keine unbedeutende Größe im Markt, scheint sich entweder seiner Athlon-Mainboards zu schämen oder vor Repressalien von Seiten Intels Angst zu haben. Doch ASUS ist nicht der einzige Hersteller, der sich fürchtet, zu viel Support am Athlon zu zeigen. Eine interessante Liste von verfügbaren, verschwiegenen oder doch nicht hergestellten Athlon Mainboards finden sich bei SlotA.com , einer US-Website, die sich ganz dem Athlon widmet.

Ein weiterer Grund für den Mainboard-Mangel ist die fehlende Auswahl an Athlon-Chipsätzen. Selbst Intel-Konkurrent VIA Technologies scheint dem Athlon-Prozessor den Rücken zuzudrehen und alle Kräfte auf schnelle Chipsätze für Intels neue Pentium III Prozessoren zu konzentrieren, solange Intel selber nicht liefern kann. VIAs einst großmundig angekündigter Athlon-Chipsatz scheint hingegen nur auf kleiner Flamme weiter gekocht zu werden.

Wenn nun also fast die Hälfte der Athlon-Interessenten auf Grund dieser Situation mit leeren Händen nach Hause gehen müssen, ist das für AMD eine mehr als unbefriedigende Situation. Auch die bemängelte hohe Rücklaufquote ist ein herber Schlag für AMD, hilft sie doch nicht gerade, das Vertrauen in die technisch überlegene Architektur zu festigen. Man darf also gespannt sein, wie AMD in den nächsten Monaten auf diese Situation reagieren wird, um Mainboard-Hersteller, Händler und Kunden zu überzeugen. Gelingt das nicht, hat Intel auch diesen Konkurrenten in die Knie gezwungen...

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