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BLK: Neue Medien zwingen Unis zum Umdenken

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Eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftssekretären der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) hat sich in ihrem neuesten Bericht mit den modernen Anforderungen an die deutschen Hochschulen beschäftigt, sowohl in Hinsicht auf Neue Medien als auch auf die zunehmende Globalisierung der Bildung.

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Insgesamt wurden drei Schwerpunkte gebildet:

  1. Finanzierung einer auf Neue Medien gestützten Hochschullehre
    Das BLK stelllt fest, dass die Entwicklungsdynamik der Neuen Medien die Hochschulen zum Umdenken beim Ressourceneinsatz zwingt: Die Hochschulen sollten in 3-4 Jahres-Zyklen für Ersatzinvestitionen sorgen. Die Entwicklung multimedialer Lehrangebote vollziehe sich mit einer solcher Intensität, dass die Eigenanstrengungen der Hochschulen nicht mehr ohne staatliche Förderung auskommen. Das Entwicklungstempo beschleunige die Laufzeit der Projekte. Laut BLK kommt es darauf an, Synergieeffekte herzustellen und "kostspielige Mehrfachentwicklungen innovativer Bildungssoftware zu vermeiden". Unverzichtbar für die Projektförderung sei eine strategische Abstimmung von Bund und Ländern, aber auch zwischen den Ländern. Dazu liefert das BLK in seinem Bericht erste Vorschläge.
  2. Veränderungen des Bildungsmarktes durch Globalisierung und Initiativen der Wirtschaft
    Die Alma Mater der Zukunft ist laut dem BLK international. Gerade Hochschulen und private Bildungsträger im englischsprachigen Ausland würden dies in zunehmendem Maße erkennen und im Internet ihr multimediales Bildungsangebot herausstellen. Sie würden deshalb im internationalen Bildungsmarkt die Vorreiterrolle spielen, so das BLK. Diese neue Dimension des Wettbewerbs führe dazu, dass der Bildungsmarkt von morgen "entstaatlicht" und globalisiert wird. Das Angebot der Globewide Network Academy umfasse z.B. einen Online-Katalog von über 17.000 Angeboten von Hochschulen der ganzen Welt. Deutsche Hochschulen sucht man darunter hingegen weitestgehend vergebens.
    Einen weiteren Motor der Veränderung sieht das BLK in der Wirtschaft. Große Unternehmen würden sich vermehrt im Wirtschaftszweig Bildung durch Förderung des Einsatzes neuer Informations- und Kommunikationstechnologien betätigen. Umso unverständlicher sei es, dass deutsche Hochschulen den "vielfältigen Anforderungen und bevorstehenden dramatischen Veränderungen" nur wenig Bedeutung beimessen würden.
  3. Überlegungen für Anreizsysteme zum Einsatz Neuer Medien in der Lehre
    Um den Paradigmenwechsel durch Neue Medien zu beschleunigen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, schlägt das BLK folgende Anreize vor:
    • Entwicklung und Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien für eine leistungsbezogene Mittelzuweisung
    • Vergütung von Nutzungsrechten bei Einsatz entwickelter Materialien
    • Anrechnung auf Lehrdeputat des Engagements bei Entwicklung innovativer Lehrmaterialien

Der nunmehr zweite Bericht der BLK-Staatssekretärs-Arbeitsgruppe "Multimedia im Hochschulbereich" ist in der BLK-Reihe "Materialien zur Bildungsplanung und zur Forschungsförderung" veröffentlicht und im Internet als Download (PDF-Datei) unter www.blk-bonn.de verfügbar.

Er kann als Heft 76 der BLK-Reihe "Materialien zur Bildungsplanung und zur Forschungsförderung" bei der BLK-Geschäftsstelle angefordert werden. Bei Bestellungen durch Privatpersonen wird um gleichzeitige Überweisung von 5,- DM pro Band zzgl. 4,- DM Versandkosten an die Bundeskasse Bonn, Konto-Nr. 11 900 505 bei der Postbank Köln (BLZ 370 100 50) mit dem Hinweis "BLK-Materialien, Kap. 0104 Titel 119 99" gebeten.

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