Rekordergebnis bei Siemens
Siemens hat im Geschäftsjahr 1998/99, das zum 30. September zu Ende ging, nach vorläufiger Rechnung den Konzerngewinn nach Steuern um 37 Prozent auf 3,64 Milliarden DM gesteigert. Der Anstieg resultiere vor allem aus Ergebnisverbesserungen im operativen Geschäft.
Erträge aus den aktuellen Desinvestments werden erst im Geschäftsjahr 1999/2000 wirksam. Auf Grund des guten Ergebnisses wird der Hauptversammlung eine Dividende von 1,00 Euro vorgeschlagen. Um je 14 Prozent stiegen der Umsatz mit 134,3 Milliarden DM und der Auftragseingang mit 136,0 Milliarden DM.
Überwiegend positiv, so Siemens, verlief die Entwicklung in den vier Bereichen, die 1997/98 noch ein negatives Ergebnis verzeichneten. Besonders die Infineon Technologies AG, vormals Bereich Halbleiter, erreichte mit 101 Millionen DM eine spürbare Verbesserung. Auch die Siemens Business Services (SBS) hat die Gewinnschwelle überschritten. Ebenfalls Fortschritte erzielte die Verkehrstechnik (VT) mit einem Verlust von 122 Millionen DM, im Vorjahr waren es noch 746 Millionen DM. Dagegen hat sich der Verlust bei der Energieerzeugung (KWU) auf 261 Millionen gesteigert. Sehr erfreulich hingegen entwickelte sich der Bereich Information and Communication Products (ICP) mit einem Gewinn von 956 Millionen DM.
Im vierten Quartal des Geschäftjahres legte der Konzern im Vergleich zum Vorjahresquartal beim Auftragseingang um 20 Prozent auf 38,4 Milliarden DM und beim Umsatz um 18 Prozent auf 42,1 Milliarden DM zu. Überproportional stieg das Ergebnis sogar um 79 Prozent auf 1,56 Milliarden DM. Hierzu trugen vor allem Infineon und ICP bei, die im vierten Quartal des Vorjahres noch Ertragsprobleme bewältigen mussten.
Das Geschäftsvolumen im Geschäftsjahr 1999/2000 wird wegen der umfangreichen Desinvestitionen aus heutiger Sicht leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, so Siemens weiter. Vergleichbar gerechnet dürfte sich der Anstieg von Auftragseingang und Umsatz im einstelligen Prozentbereich bewegen. Der Konzern erwartet, dass das Ergebniswachstum erneut gut über dem Umsatzwachstum liegen wird. Hinzu kommen Sondererträge aus Desinvestitionen.
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