Spieletest: Seven Kingdoms II - Fantasy-Strategie

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Seven Kingdoms II (Ubi Soft)
Seven Kingdoms II (Ubi Soft)
Und es gibt sie doch noch: Die Frythaner sind mitnichten Geschichte, denn in Enlight Softwares neuester Echtzeit-Strategie-Entwicklung Seven Kingdoms II, deren Vertrieb Ubi Soft übernommen hat, sind alle wieder mit von der Partie.

In einem gewaltigen, farbenprächtigen Umfeld haben es diesmal 12 menschliche Völker mit 7 widerwärtigen Frythaner-Stämmen zu tun, darunter so illustre Namen wie Bregma, Ezpinez, Grokken oder Kharshuf. Auf Seiten der Menschen ziehen z.B. Griechen, Chinesen, Normannen, Kelten oder Mongolen in die Schlacht.


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Diese gestaltet sich so, wie man es bei einem anständigen Strategiespiel erwartet: Infrastruktur aufbauen, Verbündetete aussuchen, Handel treiben, Milizen ausbilden und dann feste drauf!

Für den Einsteiger sind aufwendige Tutorialspiele dabei, anhand der er sich mit den einzelnen Spielschritten vertraut machen kann, egal, ob er Mensch oder Frythaner spielen will. So lernt der Neuling gezielt, die Möglichkeiten dieses Spiels zu nutzen und seine Zivilisation auf- und auszubauen.

Gerade in der Entwicklung einer Infrastruktur zeigen sich die Stärken dieses Spiels, denn es bieten sich dem Spieler sehr viele Möglichkeiten, sein Volk mit Arbeit und Wohlstand auszustatten. Entweder es arbeitet im Bergbau, auf den Feldern oder in Fabriken. Hier lassen sich Parallelen zu Civilisation II ziehen, denn es besteht auch immer die Möglichkeit, dass unzufriedene Bürger eine Revolte beginnen, Verrat begehen und vom eigenen Volk abfallen. Dafür kann der Spieler aber auf viele unabhängige Siedlungen zurückgreifen, die er - teils mit Geldgeschenken, teils mit Gewalt - unter seiner Herrschaft vereinigt.


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Die Höhepunkte dieses Spiels sind aber eindeutig die Schlachten. Hier blüht das Strategenherz auf. In aufwendigen Animationen bewegen sich die Spielfiguren, passend untermalt mit entsprechendem Sound. Eine Unmenge an Helden, alle mit zusätzlichen Fähigkeiten ausgestattet, unterstützen das Volk des Spielers. Ein besonderer Appetithappen ist die Darstellung der Götterwesen, die zu bestimmten Zeiten vom Volk angerufen werden können und sich mächtig ins Zeug legen, um dem Feind üble Schäden zuzufügen. Diese Wesen sind für jedes Volk unterschiedlich, so dass die Wikinger einen authentischen Thor mit einem beeindruckenden Hammer beschwören können.

Grafisch ist dieses Spiel ohnehin ein echter Leckerbissen, denn die Liebe zum Detail ist allgegenwärtig. Die Landschaftsformen sind abwechslungsreich, die Gebäude lassen sich je nach Wunsch in zwei verschiedenen Größen darstellen und die Einheiten sind dreidimensional und selbstverständlich voll beweglich.


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Unterstützt wird der Spieler durch ein ausgefeiltes Interface, das ihm alle Kontrollen über sein Volk ermöglicht. Hier erfährt er den Stand seiner Nahrungsmengen, seines Vermögens oder auch das aktuelle Spieldatum, was besonders nützlich ist, um Angriffe mit Alliierten auf den Tag genau zu koordinieren. Weiterhin sind Filter eingebaut, die nur spezielle Informationen über Einheiten, Handelswege oder politische Situationen anzeigen und sich jederzeit ein- und ausschalten lassen. Auch Informationen zu den Technologieentwicklungen, den militärischen Einheiten oder eventuelle Spionagetätigkeiten lassen sich hier ablesen.

Selbstverständlich bietet dieses Spiel auch umfangreiche Mehrspielermöglichkeiten, wie z.B. über Modem, Direktverbindung oder das Internet. Einziger Wehmutstropfen ist hierbei, dass jeder Spieler über eine eigene CD verfügen muss, da sich das Spiel nicht ohne CD starten lässt.

Fazit:
Seven Kingdoms II hat für jeden Spielertypen etwas; für den Militärstrategen ebenso wie für den Händler oder den Monsterfreund. Die Vielfalt der Völker, die eindeutig über sieben Königreiche hinausgeht, und die umfangreichen Kampagnen garantieren langen Spielspaß, alleine oder mit mehreren Spielern.
Seven Kingdoms II hat das Zeug dazu, einer der ganz großen Strategiehits zu werden, der den Vergleich mit den Klassikern Civilisation II oder Age of Empires nicht zu scheuen braucht. [Henning Tag]

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