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Spieletest: Gorky 17 - Das dunkle Vermächtnis

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Gorky 17 von Topware
Gorky 17 von Topware
Wieder einmal ist der Konflikt zwischen Ost und West Gegenstand eines Strategiespiels, das uns vom polnischen Entwicklerteam Metropolis von Topware Interactive präsentiert wird.

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Gorky 17 ist eine russische Stätte zur Ausbildung von Spionen gewesen, aber nachrichtendienstlichen Berichten zufolge wurden auch Forschungen auf dem Gebiet der Telekinese und Teleportation betrieben. Als im Jahre 2008 die Russen Gorky dem Erdboden gleich machen, ist das Interesse der NATO natürlich groß, erst recht wegen der bevorstehenden Osterweiterung. Deswegen schickt die NATO ein kleines Team von Wissenschaftlern und Soldaten nach Gorky 17, um nach dem Labor zu suchen. Nachdem das Team auf menschenähnliche Kreaturen traf, verschwand es plötzlich...


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An dieser Stelle übernimmt der Spieler die Führung eines zweiten Teams, das nach den Wissenschaftlern suchen soll. Der Anführer Cole Sullivan sowie der Franzose Thiery Trantigne und der Pole Jerek Owicz sind allerdings nicht in allen Einzelheiten über die Umstände informiert, kommen aber sehr schnell auf die richtige Spur.

Das liegt nicht an der Intelligenz des Spielers, sondern eher am einfachen Leveldesign, bei dem man praktisch immer der Nase nach geht und auf jeden Fall zum Ziel kommt. Auch wenn der Spielverlauf nur bedingt linear ist - da man nicht eine Mission nach der anderen spielt, sondern wie in einem Adventure das ganze Spiel die Mission ist - muss man jede Ecke der Karten ablaufen, um wichtige Gegenstände zu finden oder Schlüsselszenen zu erleben. In diesem Adventuremodus werden die Charaktere auch dementsprechend gesteuert. Sie können Gegenstände aufheben, benutzen, untereinander tauschen und auf diese Weise Rätsel lösen, die aber recht einfach gestrickt sind.


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Der zweite Spielschwerpunkt liegt in den Kämpfen gegen schreckliche Kreaturen, die immer wieder wie aus dem Nichts auftauchen. Dabei wechselt die Kameraperspektive und das Spiel läuft für die Dauer des Kampfes im Rundenmodus, so dass man sich jeden Zug gut überlegen kann und auch sollte, denn der Kampf gilt als verloren, wenn auch nur ein Mitglied der Truppe stirbt. Doch was einen nicht umbringt, macht stark und deswegen verbessert jeder Charakter im Kampf den Umgang mit der jeweiligen Waffe und gewinnt an Erfahrung, bis er einen Level aufsteigt und seine allgemeinen Eigenschaften aufwerten kann. Diese Rollenspielelemente sind bewusst einfach gehalten, um den Spieler nicht zu verwirren, weswegen es nur fünf grundlegende Eigenschaften wie Gesundheit, Glück, Zielsicherheit, Gegenangriff und Rage gibt.

Da wird schon mehr Wert auf die Strategie gelegt und tatsächlich erinnern die Kämpfe ein wenig an Schach, denn die Karte wird in Quadrate aufgeteilt und jede Waffe hat eine bestimmte Reichweite und Angriffsweise. Es erscheint zwar etwas unrealistisch, dass die Pistole nur im 90°-Winkel schießen kann, aber da solche Richtlinien auch für die Gegner gelten, kann man vorausschauend denken und der Kampf ist weniger dem Zufall überlassen.


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Die Grafik ist durch und durch gelungen, nicht nur die gerenderten Zwischensequenzen bringen die Atmosphäre in einer Mischung aus Horror und Science Fiction gut rüber, sondern auch die Spielgrafik. Hier bewegen sich die aus Polygonen bestehenden Charaktere in einer detaillierten gerenderten Umgebung und zwar ohne dass es irgendwie unnatürlich aussieht oder Probleme bei der Wegfindung gibt. Der Nachteil dieser 2,5D-Grafik ist, dass die Kameraperspektive nicht geändert werden kann, was bei einigen Einstellungen - besonders im Kampf - sehr hilfreich wäre. Ansonsten sind die Bewegungen an sich durch die Skelett- und Motioncapture-Technik recht lebensecht. Leider bewegen sich die Charaktere etwas wenig; ein Spucken oder Kratzen würde das ganze noch auflockern - schließlich sind es doch "harte Jungs".


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Manchmal sind sie aber auch nicht so hart, was man an den Kommentaren merkt. Sullivan hat seine Leute zwar im Griff, allerdings kann er ihnen das Stottern - ein Bug, der auch schon in der englischen Betaversion auftauchte - nicht austreiben. Das wird hoffentlich noch durch einen Patch behoben. Doch eigentlich zählt ja mehr der Inhalt und da haben die Übersetzer ganz gute Arbeit geleistet, selbst die Sprecher klingen recht engagiert. Die Musik wird dagegen mit der Zeit etwas eintönig, da zum Beispiel im Kampf nur je ein Titel abgespielt wird und immer wieder von vorn beginnt.

Fazit:
Gorky 17 erinnert sehr stark an Battle Isle IV - Incubation, nur dass es nicht in Level unterteilt ist und mehr Rätsel enthält. Man kommt trotzdem ähnlich schnell voran und da auch hier die Spielkarten bei jedem neuen Spiel immer die gleichen sind und Kämpfe immer wieder an gleicher Stelle und mit gleichen Gegnern stattfinden, wird man Gorky 17 kein zweites Mal spielen. Trotzdem ist es ein wirklich gelungenes Spiel, das viel Spaß bringt und unheimlich fesselnd ist. [Alexander Vock]



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