AMD eröffnete Halbleiterwerk in Dresden
In das frisch fertig gestellte Halbleiterwerk Fab 30 werden insgesamt 3,2 Milliarden DM investiert – eine der größten ausländischen Investitionen in den neuen Bundesländern. Erste Umsätze sind für das zweite Quartal 2000 geplant. Bislang hat AMD in Dresden rund 950 Mitarbeiter eingestellt. Diese Zahl soll bis auf 1800 im Laufe der nächsten Jahre steigen. 75 Prozent der Mitarbeiter stammen aus der Region, weitere 13 Prozent aus den anderen neuen Bundesländern.
Bundeskanzler Schröder beglückwünschte AMD zur Fertigstellung und kommentierte: "Mit der im Dezember 1995 getroffenen Entscheidung des US-Konzerns AMD, in Dresden eine Chipfabrik zu erreichten, zeigen sich Mut und Weitsicht der für die Investitionen Verantwortlichen. All denen, die an dieser Entscheidung und Ihrer Realisierung mitgewirkt haben, spreche ich meinen Dank und meine Anerkennung aus. . Mit seiner Investition in Dresden leistet der US-Konzern einen herausragenden Beitrag für Beschäftigung, Ausbildung und zur Stärkung des Innovationspotentials in den neuen Ländern."
In seiner Ansprache sagte Konzernchef Sanders: "Heute eröffnen wir ein großartiges neues Werk, die erste Fab des neuen Jahrtausends, und zugleich das modernste Halbleiterwerk der Welt. Im nächsten Jahr planen wir, Prozessoren mit einer Geschwindigkeit von einem Gigahertz, 1000 MHz, in Dresden zu bauen. Mit der Anwendung der führenden Kupferverdrahtungs -Technologie und Strukturgrößen von 180 Nanometern wollen wir mit dem AMD Athlon Prozessor, dessen Geschwindigkeit dann ein Gigahertz und mehr beträgt, unsere Spitzenposition im Markt der leistungsstarken Prozessoren behaupten."
Sanders wies darauf hin, dass bereits jetzt ein AMD Athlon im Vorstadium der eigentlichen Produktion eine Taktfrequenz von mehr als 900 MHz erreicht hat. Dieser Prozessor wurde auf Grundlage der Technologie hergestellt, die in Dresden eingesetzt wird.