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Überblick über die Einkommen in der IT-Branche

/ Andreas Donath
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Der einst hochgehandelte Wirtschaftsinformatiker verdient eher unterdurchschnittlich, sein Einkommen liegt im Schnitt ein Viertel unter dem des klassischen Informatikers mit Zusatzausbildung – diese und viele andere zum Teil überraschende Erkenntnisse bietet eine aktuelle Vergütungsstudie, die die Computerwoche in Zusammenarbeit mit Christian Scholz, Professor an der Universität Saarbrücken, erarbeitet hat.

Wirtschaftsinformatiker nehmen im Schnitt knapp 98.000 Mark im Jahr nach Hause, ihre Kollegen mit einem reinen IT-Abschluss bringen es dagegen auf gut 106.000 Mark, Betriebswirte kommen auf 121.000 und Informatiker mit Zusatzausbildung auf fast 129.000 Mark Jahreseinkommen. Professor Christian Scholz führt das schlechte Abschneiden der Wirtschaftsinformatiker auf eine eher niedrige Akzeptanz dieser kombinierten Ausbildung seitens der Unternehmen zurück. Wirtschaftsinformatikern bliebe oft der Aufstieg verwehrt.

Nicht nur die Ausbildung beinflußt das Einkommen, weitere Kriterien sind: Branche, Arbeitsgebiet, Berufsfeld, berufliche Position und Führungsverantwortung. Den höchsten Einfluss auf das Einkommen hat danach die Hierarchie. Wer ein paar Jahre Personalverantwortung nachweisen kann, erreicht ein Jahreseinkommen zwischen 150.000 und 250.000 Mark. In den Regionen schneidet am besten ab, wer seinen IT-Arbeitsplatz im Raum München hat, hier liegen die Einkommen noch über denen in der Bankenmetropole Frankfurt am Main. Und nach Arbeitsgebieten betrachtet liegt der jüngste Bereich in Front: Internet- und Multimedia-Experten verdienen im Schnitt gut 134.000 Mark pro Jahr, auf der nächsten Gehaltsstufe werden immerhin noch 125.000 Mark verdient.

Dass in der IT-Branche, wie in allen zukunftsträchtigen, expandierenden Wirtschaftsbereichen, viel gearbeitet wird, ist bekannt. Hier kommen 90 Prozent der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf über 40 Wochenarbeitsstunden, elf Prozent sogar auf mehr als 55. Vergütet wird Mehrarbeit nur in 37 Prozent der Fälle. Dafür sind bei 41 Prozent aber variable Vergütungsanteile im Jahreseinkommen enthalten.

Insgesamt 583 Einzelpersonen und 25 Unternehmen beteiligten sich an der Untersuchung.


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