Banner-Schaltungen: dmmv fordert sichere Technik

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Vor dem Hintergrund der Diskussionen um Fehlplatzierung von Bannern auf Pornosites erarbeitet der dmmv in seinen Arbeitskreisen Vorgaben für technische Lösungen gegen das Kopieren von Bannern und zur eindeutigen Zuordnung der Werbeumfelder von Bannern.

Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) setzt sich damit für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Banner-Skandal ein. Um für den Markt tragbare Ergebnisse anbieten zu können, wird der dmmv ein Forum unter Beteiligung aller relevanten Marktpartner für November einberufen.

Die Branche hatte erhebliche Probleme bekommen, weil Werbebanner in einem Umfeld erschienen sind, in dem Werbekunde, Mediaagentur und Vermarkter diese nie platzieren wollten. Dies hat die Diskussion um Standards für die Vermarktung von Internet-Inhalten entfacht. Laut eines Berichts von "Stern-TV" sind Banner von großen Konzernen im Umfeld von Kinderpornografie geschaltet worden. Einige Werbekunden kündigten sofort Etats, andere drohen mit Einstellung der gesamten Bannerschaltungen, bis Klarheit über die Belegungsmethoden herrscht.

"Die Empörung aller Marktteilnehmer ist verständlich; doch muss vor übereiltem Aktionismus gewarnt werden", so Rainer Wiedmann, Präsident des dmmv.

Die Problematik ist schnell beschrieben: Bisher sind Banner und deren Verlinkungen kopierbar und können auf eine andere Seite gesetzt werden. Nach momentanem Stand der Technik kann dies sowohl unbemerkt vom Werbeträger als auch unbemerkt vom Vermarkter geschehen. Der dmmv wird sich in seinen Arbeitskreisen mit diesem technischen Problem befassen und Vorgaben für dessen Lösung erarbeiten.

Außerdem kann es passieren, dass die Platzierung des Banners nicht eindeutig gebucht wird, es wird also z.B. eine komplette Seite inklusive Unterseiten belegt oder gar ein unkalkulierbares Kontingent von Adclicks gebucht.

Die Vereinbarungen zwischen allen Akteuren, also dem Werbekunden, der Mediaagentur, dem Vermarkter und dem Site- Betreiber müssen das Werbeumfeld eindeutig regeln. Vertraglich muss bereits im Vorfeld die genaue Domain für die Belegung vereinbart werden und bestimmte Inhalte auf der werbetragenden oder gesamten Seite ausgeschlossen werden.

Um für den Markt tragbare Ergebnisse anbieten zu können, will der dmmv ein Forum unter Beteiligung aller relevanten Marktpartner für November einberufen.

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