Abo
  • Services:

Studie: Ernährungsindustrie und Internet

Artikel veröffentlicht am ,

Die Internet-Auftritte von 100 deutschen Herstellern und Marken aus dem Food-Bereich hat die auf die Ernährungsindustrie spezialisierte AFC Unternehmensberatung untersucht. In der Studie wurden die Online-Angebote nach gut 100 Kriterien bewertet: Das Ergebnis sei alarmierend, schreibt die AFC.

Stellenmarkt
  1. Clariant SE, Frankfurt am Main (Sulzbach)
  2. Dürr Systems AG, Bietigheim-Bissingen

Nur jeder vierte Anbieter vermarktet überhaupt Produkte online. Nur jeder elfte Anbieter hat eigene Produkte im Shop-Angebot. Andere verkaufen überwiegend Fan-Artikel. "Es bleibt auch zukünftig eine Herausforderung, Niedrigpreis-Artikel wie Joghurt oder Mineralwasser auf diesem Weg zu vermarkten", so Dr. Hans-Joachim Leyrer, Geschäftsführer der AFC Unternehmensberatung.

"Wer das Internet gezielt als Marketing-Instrument einsetzen will, findet jedoch auch dafür praktikable Lösungen."

Interessenten für Gerolsteiner Mineralwasser oder Veltins Bier werden beispielsweise auf elektronischem Weg an regionale Vertriebspartner vermittelt, die die Belieferung der Haushalte übernehmen. Im klassischen Lebensmittelhandel fehlen bisher noch geeignete Partner für ein solches Konzept, und auch der Einzelhandel habe bisher noch keine Antwort auf die Herausforderungen des Internet gefunden, so die AFC weiter.

Um E-Commerce im Ernährungsbereich wirklich marktfähig zu machen, bedarf es nach Ansicht der Berater vollständiger Warenkörbe, die im Umfang dem Angebot des Lebensmittel-Einzelhandels entsprechen. Schwieriger als der Aufbau der Verbraucher-Schnittstelle im Internet gestaltet sich dabei die logistische Umsetzung. Ohne geschlossene Kühlketten und Frischwaren-Angebote kann der elektronische Einkauf keinen Besuch im Supermarkt ersetzen. Auch die bereits vorhandenen Service-Angebote werden skeptisch beurteilt.

Fast die Hälfte der Shop-Betreiber (48 Prozent) liefere nur gegen Vorkasse oder Nachnahme. "Unternehmen, die ihren Kunden soviel Misstrauen entgegenbringen, verhindern letztlich nicht nur elektronisch initiierte Geschäfte", so der Bonner Consultant.

Dabei sei das Potenzial des Internet auch für die Ernährungsindustrie enorm. Ganze Zielgruppen werden bisher von der Branche nicht adressiert. Dazu gehören neben dem Handel auch Gastronomie und Zulieferer. Allenfalls Presse und Bewerber gehören bisher in der Food-Industrie zu den Adressaten der Internet-Präsenz. Sollen sich die Prognosen über den Boom des Business-to-Business Geschäftes im Internet bewahrheiten, werden etliche Nahrungsmittelunternehmen ihre Internet-Strategie neu überdenken müssen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Folgen Sie uns
       


Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht

Coup lädt bis zu 154 Akkus in Berlin an einer automatischen Ladestation für 1.000 Elektroroller auf.

Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht Video aufrufen
Logitechs MX Vertical im Test: So teuer muss eine gute vertikale Maus nicht sein
Logitechs MX Vertical im Test
So teuer muss eine gute vertikale Maus nicht sein

Logitech hat mit der MX Vertical erstmals eine vertikale Maus im Sortiment. Damit werden Nutzer angesprochen, die gesundheitliche Probleme bei der Mausnutzung haben - Schmerzen sollen verringert werden. Das Logitech-Modell muss sich an der deutlich günstigeren Alternative von Anker messen lassen.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Logitech MX Vertical Ergonomisch geformte Maus soll Handgelenke schonen
  2. Razer Mamba Elite Razer legt seine Mamba erneut mit mehr RGB auf
  3. Logitech G305 Günstige Wireless-Maus mit langer Laufzeit für Gamer

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Network Slicing: 5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?
Network Slicing
5G gefährdet die Netzneutralität - oder etwa nicht?

Ein Digitalexperte warnt vor einem "deutlichen Spannungsverhältnis" zwischen der technischen Basis des kommenden Mobilfunkstandards 5G und dem Prinzip des offenen Internets. Die Bundesnetzagentur gibt dagegen vorläufig Entwarnung.
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. T-Mobile US Deutsche Telekom gibt 3,5 Milliarden US-Dollar für 5G aus
  2. Ericsson Swisscom errichtet standardisiertes 5G-Netz in Burgdorf
  3. Masterplan Digitalisierung Niedersachsen will flächendeckende Glasfaserinfrastruktur

    •  /