Wendekalender im Internet: 1989 als Tagebuch

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Die Leipziger Montagsdemonstrationen, der Sturz Honeckers im Politbüro und der Fall der Mauer: 10 Jahre sind seit den bewegten und bewegenden Ereignissen des Herbstes 1989 vergangen. Beginnend mit der Grenzschließung zur CSSR am 3. Oktober 1989 will der "Wendekalender" im Internetangebot des MDR ab Sonntag, 3. Oktober unter www.mdr.de die Geschehnisse jener Tage wieder bewusst machen.

Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die zu Hunderttausenden für Freiheit und Demokratie auf die Straße gingen. Anhand ihrer Forderungen und Slogans werden die Tage bis zum Fall der Mauer am 9. November 1989 rekonstruiert. Der "Wendekalender" zeigt auch, wie die SED-Führung auf Ausreisewelle und Massenflucht reagierte: sprachlos, gewalttätig, zuletzt hilflos.

Der gewaltlose Ausgang der Montagsdemonstration am 9. Oktober in Leipzig war ein Signal für das ganze Land. Oppositionsgruppen wie "Neues Forum" oder "Demokratischer Aufbruch" gaben die entscheidenden Impulse. Ihre Forderungen nach Meinungs-, Versammlungs-, Presse- und Reisefreiheit wurden von den Demonstranten aufgegriffen.

Wichtige Kultur- und Medienereignisse, so die Wiederzulassung der Zeitschrift "Sputnik" am 20. Oktober und die Lesung aus Walter Jankas "Schwierigkeiten mit der Wahrheit" am 28. Oktober, runden den "Wendekalender" ab. Zu den einzelnen Kalendertagen können zusätzliche Hintergrundinformationen abgerufen werden. Illustriert mit Bild- und Tondokumenten bietet MDR Online ein authentisches Tagebuch des Herbstes 1989.

Der "Wendekalender" leitet hin zum MDR-Multimediaprojekt "Alltag in der DDR", das am 8. November 1999 startet. Unter der Adresse www.mdr.de/ddr-alltag werden auf rund 200 Internetseiten verschiedene Aspekte des Lebens in der DDR beleuchtet.

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