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WAP-Konferenz - Where Are The Phones?

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"Es fehlen nur die Endgeräte", so die einhellige Meinung von Anbietern, Netzbetreibern und Service-Providern auf der ersten herstellerunabhängigen WAP-Konferenz mit dem Thema "Wissen und Ware via Handy".

Bisher hat nur D2 sein WAP-Portal gestartet, die anderen Netzbetreiber werden nachziehen, denn noch sind die Endgeräte nicht verfügbar, auch wenn ein Nokia-Sprecher verkünden konnte, dass das Nokia 7110 die Abnahme bekommen hat und die ersten Geräte gestern ausgeliefert werden konnten. Abrechnen werden alle Netzbetreiber bis zur Einführung von GPRS im nächsten Jahr zeitabhängig, als Preis nannten D1, D2 und E-Plus 39 Pfennig pro Minute, Viag Interkom hält sich noch bedeckt, erklärt aber, die Preise drücken zu wollen.

Gesurft wird per Handy ausschließlich über Portale, die sich um eigene Links ergänzen lassen, denn die Eingabe einer URL mit der Handy-Tastatur dürfe so manchen Anwender zum Verzweifeln bringen. Bei Dr. Materna lässt sich das WAP-Portal schon jetzt über den normalen Internetzugang personalisieren, so dass man nur mehr die Links auf dem Handy zu sehen bekommt, die man zuvor ausgewählt hat.

Insgesamt rechnen alle Beteiligten mit einer rasant wachsenden Zahl von WAP-Anwendern, gibt es doch schon heute deutlich mehr Handy-Nutzer als Leute mit Internet-Zugang. D2 rechnet damit, dass bedingt durch die kurzen Auswechselzeiten der Mobiltelefone es im schon im Jahre 2001 kaum noch Handys ohne Internetzugang geben wird.

Um die Penetration noch schneller voranzutreiben ist es denkbar, dass die Netzbetreiber mit speziellen Umtauschangeboten auf den Markt kommen werden.

Aber nicht nur Inhalte will man via WAP anbieten, sondern auch "M-Commerce" (Mobil Commerce) hat man im Auge. Die Vision: Der Netzbetreiber ortet die Position des Handy-Users, der auf der Suche nach dem nächsten Restaurant ist und zeigt eine Liste der verfügbaren Lokale an, bei denen per Knopfdruck eine Tischreservierung gemacht werden kann. Insbesondere mit regionalen Informationen erhoffen sich die Betreiber große Geschäfte.

Dabei gilt allerdings noch ein kleines Detail in den Griff zu bekommen: das Billing. Zwar kündigen alle Netzbetreiber an, ein Abrechnungsmodell für den Content nach Zeit, Klick, Visit, Tag oder Pauschalgebühr anbieten zu wollen, noch ist aber nicht absehbar, wann dies in die Billing-Systeme integriert sein wird.

D2 kann zwar schon heute kleine Beträge zwischen 0,10 DM und 10,- DM abrechnen, weit kommt man damit aber nicht. Zudem wächst das Risiko bei größeren Beträgen, und kein Netzbetreiber wird den Autokauf auf die Telefonrechnung setzen wollen. An anderen Wegen, solche Zahlungen zu realisieren, arbeitet die HP-Tochter VeriFone .

Auf Anwendungsseite soll man in Zukunft via WAP Bankgeschäfte erledigen und Aktienkäufe sowie Verkäufe tätigen können, Zugriff auf aktuelle Wetter- und Stauinformationen aus der Region bekommen, E-Mails abfragen und versenden können und Zugriff auf firmeninterne Intranets haben.

Da die WAP-Handys kein HTML darstellen können, müssen die Angebote auf WML (Wireless Markup Laguage) umgestellt bzw. erweitert werden. In gewissem Rahmen lässt sich dies beispielsweise mit der Oracle Software Panama erledigen, die dynamisch WML-Seiten aus bestehenden HTML-Seiten generiert.


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