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Preview: Earth 2150 - Hat C&C3 ausgedient?

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Earth 2150 im Preview
Earth 2150 im Preview
Mit Earth 2150 möchte sich Topware Interactive ein Stück des Echtzeit-Strategie-Kuchens sichern und der alt eingesessenen Konkurrenz, vertreten durch Command & Conquer 3, die Stirn bieten. Aber nicht nur das: ein neues Genre soll entstehen; mit der Wunderwaffe 3D...

Durch einen kosmischen Unfall ist die Erde im Jahre 2150 von ihrer Umlaufbahn abgewichen und steuert einem Zusammenstoß mit der Sonne entgegen. Die in den letzten Kriegen entstandenen Allianzen der Eurasischen Dynastie, die United Civilized States und die Lunar Corporation möchten natürlich ihre Angehörigen evakuieren.


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Das primäre Ziel aller Missionen ist deshalb die Beschaffung von Rohstoffen, wobei es auch zum Kampf kommt, da Minen verteidigt oder noch erobert werden müssen. Auch bereits gesicherte Gebiete sind noch in Gefahr, denn der nicht lineare Verlauf lässt alle Möglichkeiten offen. Hier ist wirklich Strategie und Haushaltsplanung gefordert, weil militärische Übermacht nicht den Sieg bedeutet. Es nützt nämlich nichts, wenn nach der Schlacht noch 20 Panzer übrig sind, aber alle Rohstoffe des Gebiets dadurch verbraucht wurden. Sinnvoll dagegen ist es, die Fahrzeuge zu reparieren, auf die Erfahrung der Truppen zu setzen und Einheiten so zu produzieren, wie sie benötigt werden. In der Waffenfabrik können nämlich Chassis und Ausrüstung frei kombiniert werden. So wichtig wie die Einheiten ist auch die Nutzung der natürlichen Gegebenheiten.


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Dazu gehört unter anderem das Terrain, welches auch aus Polygonen besteht und damit über beliebig viele Höhenstufen verfügt und außerdem durch den Spieler beeinflusst werden kann - entweder durch Kanonen oder durch Baufahrzeuge, die Schützengräben ausheben oder Tunnel durch unüberwindbare Berge graben. Ebenso wichtig ist der Wechsel zwischen Tag und Nacht, der nicht nur Auswirkungen auf die Sichtverhältnisse und das Wetter hat, sondern vor allem ein realistischen Zeitgefühl vermittelt und den Spieler bedrängt, denn Zeit ist knapp. Und nicht zu letzt kann das Wetter alle Vorhaben über den Haufen werfen, wenn Stürme Flugzeuge zur Rückkehr zwingen, Schnee oder Regen die Wege unpassierbar machen, Solarkraftwerke keinen Strom liefern und Nebel die Sicht des Spielers so extrem einschränkt, dass Navigation und Angriff kaum noch möglich sind. Das Wetter ist aber nicht auf der gesamten Karte gleich; örtliche Schauer und Nebel in Niederungen schaffen einen beachtlichen Realismus. Allerdings drückt das Wetter die Performance, weswegen ein Pentium II schon Minimum ist, wenn man nicht darauf verzichten möchte.


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Durch die frei dreh- und zoombare Kamera reicht die Grafik von detailliert bis übersichtlich, auch wenn kein Blick in die Ferne möglich ist, weil der Kamerazielpunkt immer auf den Boden gerichtet bleibt. Die realistischen Lichtkegel der Fahrzeuge und die farbigen Lichter der Gebäude erzeugen nachts eine gute Atmosphäre. Um unentdeckt zu bleiben, kann man diese auch ausschalten, was aber nur für den Multiplayermodus (bis 15 Spieler) wirklich sinnvoll zu sein scheint. Tagsüber werden ein paar Fehler sichtbar. Beispielsweise flackert es um Einheiten oder um Bäume herum und feindliche Truppen werden plötzlich unsichtbar, ohne dass es zu ihrer Ausstattung gehört. Ein paar plötzliche Abstürze sind frustrierend, aber bis zur Veröffentlichung werden solche Probleme wohl behoben sein.


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Ein weiteres Manko ist, dass man die Kamera nicht über die Tastatur steuern kann. Die Auswahl und Zielsetzung von Truppen und gleichzeitige Kameraführung über die Maus funktioniert zwar gut, kommt aber auch öfter irgendwie in Konflikt, weswegen eine Steuerung über die Tastatur möglich sein sollte. Die Musik - für jede Campagne gibt es einen extra Soundtrack - fügt sich angenehm im Hintergrund ein, während die Sounds einiger Fahrzeuge und im Bau befindlicher Gebäude eher störend wirken, weil es kurze Geräusche sind, die schnell wiederholt werden und damit eintönig klingen.

Laut Topware werden Steuerung und Soundeffekte allerdings nicht mehr verbessert, da nur noch kleine Änderungen vorgenommen werden und die Stabilität im Vordergrund steht. Außerdem soll schon diese Woche gemastert werden und das fertige Spiel soll spätestens Mitte Oktober im Handel erhältlich sein. Also erst einmal abwarten und zur Not auf einen Patch hoffen.

Fazit:
Man kann durchaus von einem neuen Genre sprechen, weil es all die Komponenten wie Tageszeit, Wetter, Forschung und 3D noch nicht in dieser Kombination gab. Earth 2150 ist eine echte Alternative, die das Zeug dazu hat, der Konkurrenz übel zuzusetzen, weil Command & Conquer 3 inhaltlich und grafisch an seine Vorgänger anschließt und im Grunde nichts neues ist. Man darf also auf die fertige Version des Spiels gespannt sein. [Von Alexander Vock]


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