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Deutschland muss Innovationsschwerpunkte setzen

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Die gesamte deutsche Industrie hat sich zum ersten Mal auf einen gemeinsamen Prioritätenkatalog für innovationspolitische Maßnahmen geeinigt, der von Prof. Klaus-Dieter Vöhringer, Vorsitzender des Ausschusses für Forschungs- und Technologiepolitik des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG, am Dienstag der Presse in Berlin vorgestellt wurde.

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Im neuen BDI-Positionspapier "Innovationspolitik für Deutschland -Maßnahmen in zukunftsträchtigen Feldern", geht es um sechs Ziele:

  • führend auf dem Mobilitätssektor
  • entschlossen in die Informationsgesellschaft
  • vital durch gesündere Ernährung und moderne Medizin
  • konkurrenzfähig in der Energieversorgung
  • intelligent in der Produktion
  • mutig ins Unbekannte
Damit die Führung auf dem Mobilitätssektor ausgebaut werden kann, müsse Deutschland in moderne Verkehrswege investieren. Telematik, innovative Fahrzeugtechnik, leichtere Werkstoffe, neue Antriebstechnologien, optimierte Kraftstoffe, Fahrerassistenzsysteme und vieles mehr seien nötig.

Um die Informationsgesellschaft zu verwirklichen, müssten Softwareentwicklung, optische Technologien, Mikrosystemtechnik und vieles andere vorangetrieben werden. Das neue umfangreiche Aktionsprogramm der Bundesregierung unter dem Titel "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" weise hier insgesamt in die gleiche Richtung. Durch Mobilität und Information müsse Deutschland zu einem Knotenpunkt weltweiter Vernetzung werden, so der BDI in einer Presseerklärung.

Gesünderes, besseres und längeres Leben erfordere eine ausreichende und eine gesunde Ernährung ebenso wie eine moderne Medizin. Es gelte, eine leistungsfähige Grundlagenforschung zu sichern, Kompetenzen in interdisziplinären Grenzbereichen zu entwickeln, einen Förderschwerpunkt Kombinatorische Chemie zu etablieren und Kompetenznetzwerke aufzubauen, Regulierungen der Biotechnologie anwendungsfreundich zu novellieren, geistiges Eigentum zu schützen, die Gründungen von Biotechnologie-Unternehmen zu fördern.

Für die Sicherung der materiellen Lebensqualität werde eine effiziente Produktion selbst ebenso wie ihre enge Verzahnung mit Dienstleistungen benötigt. Es gehe um die Minimierung von Roh- und Werkstoffeinsatz, um die Entwicklung der Humanressourcen, das Management für flexible und effiziente Produktionsverfahren, um prozessintegrierte Energiespar- und Recyclingtechniken. Material- und Strahlenforschung, z.B. Laser und andere optische Verfahren, stießen auch hier auf unerfüllte Nachfrage. Schließlich gehe es um die Sicherstellung einer konkurrenzfähigen und zugleich umweltfreundlichen Energieversorgung.

Das BDI-Positionspapier sei allerdings keine Abschlusserklärung, so Vöhringer, sondern das Angebot zum "Trialog". Es solle der Startpunkt einer intensiven Diskussion der Wirtschaft mit Wissenschaft und Politik sein. Dabei müsse sich die strategische Diskussion vor allzu starken Vorgaben hüten. Sie könne lediglich Unternehmen und Forschungsinstituten Leitlinien an die Hand geben. Entscheidend bleibe der Wettbewerb um die besten Ideen. Dazu brauche Deutschland dringend eine von Autonomie getragene und auf den Wettbewerb ausgerichtete Forschungslandschaft.



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