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Untersuchung: Automobilmarken im Internet

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Erstmalig wurde im Rahmen eines weltweiten Vergleichs aller Automobilmarken festgestellt, wer auf dem Internet-Highway die Nase vorn hat. Gegenüber der ersten Internet- Branchenstudie des ProfNet Institut für Internet-Marketing im Jahre 1997 haben sich die Internet-Auftritte der Automobilmarken in Deutschland deutlich verbessert. Im internationalen Vergleich liegen sie hinter den USA auf Platz 2. Dies geht aus der ersten Weltautomobilstudie des ProfNet Instituts unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Kamenz hervor, die gestern auf der IAA präsentiert wurde.

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Die deutschen Automarken haben sich zwar von 32 Punkten (1997) auf 44 Punkte (1999) verbessert, trotzdem bewertet Prof. Kamenz das Ergebnis immer noch nicht als zufriedenstellend. "Bei diesem Tempo haben wir in Deutschland in Internetjahren gerechnet erst in 10 Jahren einen kundenorientierten Stand erreicht." Bleibt offen, ob im globalen Internetmarkt solange gewartet werden kann.

Insgesamt liegen der Studie mehr als 350 Internet-Auftritte von Automobilherstellern und deren Marken zugrunde. Ein Teil der Internetadressen war jedoch nicht aufrufbar, "under construction" oder schlichtweg nicht mehr als eine Mailingliste. So wurden letztlich 313 Homepages anhand von 103 Kriterien in den Obergruppen Layout, Handling, Inhalt und Interaktivität analysiert und bewertet. Keine leichte Aufgabe, wie Prof. Kamenz betonte, da die Internet-Auftritte mehrheitlich in den jeweiligen Landessprachen analysiert wurden, so auch z.B. die Internetseiten der Autobauer in Japan.

Der Vergleich nach Marken zeigt, daß außer bei Opel, die amerikanischen Internet-Auftritte der deutschen Automobilbauer vor ihren Pendants aus dem Mutterland liegen. Dazu Prof. Kamenz: "Es ist schwer zu verstehen, wieso es den Verantwortlichen in den deutschen Unternehmen nicht gelingt, ihre Internet-Auftritte stärker an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppen auszurichten. Um im Internet den Kunden an sich zu binden genügt es nicht, schöne Hochglanzbroschüren abzubilden sondern vielmehr ist es notwendig, mit gezielten Informationen den Internet- Auftritt inhaltlich zu füllen und so die Kommunikation mit dem Kunden aufrechtzuerhalten."

So verweigert etwa die Hälfte der Unternehmen in Deutschland ihren Kunden eine Preisangabe, in den USA mit etwa 90% eine Selbstverständlichkeit. Gerade einmal 13% der Anbieter in Deutschland haben ein Telefon-/e-mail-Verzeichnis ins Netz gestellt. In den USA immerhin mehr als 40%. Prof. Kamenz: "Offenbar wollen die Unternehmen in Deutschland keinen Kontakt mit ihren Kunden."

Es gibt aber auch positive Ansätze. So bieten einige Unternehmen im Internet z.B. ein Fahrersicherheitstraining an oder unterstützen den Kunden bei der Gebrauchtwagensuche. Im Neuwagenbereich ist der sogenannte Neuwagen-Konfigurator ausgesprochen innovativ. Mit dessen Hilfe läßt sich das Wunschauto zusammenstellen. Bleibt nur zu hoffen, daß dieses demnächst online bestellt werden kann.



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