Focus: Handys lassen sich zu Wanzen umbauen
Das Nachrichtenmagazin Focus meldet in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe, dass sich Handys der Firmen Nokia und Ericsson mit "ein paar Handgriffen" zu Abhörgeräten umbauen lassen.
Wie dies genau geschehen soll, darüber schweigt man sich – verständlicher Weise aus.
Durch "Eingabe zweier Funktionsbefehle" würde der Trick funktionieren. Dann könne das Handy des Opfers von außen angerufen werden und ohne das es sein Besitzer merkt, in den Raum hineinhören können.
Falls mit den Funktionsbefehlen das automatische Abheben bei einem Anruf und das Abschalten der Klingelfunktion gemeint ist, wäre die Meldung allerdings ein alter Hut.
Nun wird allerdings auch der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Joachim Jacob, zitiert, der laut Focus "Schaden im privaten und beruflichen Bereich" befürchtet und die Wanzenfunktion der Handys selbst getestet haben will sowie Bundesinnenminister Otto Schily schriftlich auf die Gefahren hingewiesen habe.
Das Problem soll nun von den Herstellern beseitigt werden.
Kommentar:
Wer sein Handy in fremde Hände gibt, die dann mit den Funktionen herumspielen, die das Gerät von Hause aus bietet, ist selbst schuld. Die allermeisten Handys bieten eine Tastatursperre, die nur durch Eingabe einer PIN wieder abgestellt werden kann. Diese Funktion verhindert derartige Manipulationen wirkungsvoll.
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