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Bundesregierung legt IT-Aktionsprogramm vor

Artikel veröffentlicht am ,

BM Buhlmann

"Diese Bundesregierung legt als erste ein Programm vor, das konkrete Zielvereinbarungen und entsprechende Aktionen für den Weg Deutschlands in die Informationsgesellschaft enthält. Mit diesen Zielen und Aktionen will die Bundesregierung Deutschland in eine europaweite Spitzenposition in der Informationsgesellschaft bringen und dazu beitragen, nachhaltig neue Beschäftigungspotenziale zu erschließen", erklärte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Siegmar Mosdorf, bei der Vorstellung des Aktionsprogramms.

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Das vorliegende Programm sei ein übergreifender Gesamtentwurf der Politik der Bundesregierung zur beschleunigten Nutzung und Verbreitung der neuen Informations- und Kommunikationsmedien an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Es bündelt die Aktivitäten der Bundesregierung für den Aufbruch in das Informationszeitalter und verfolgt einige zentralen Ziele:

  • Steigerung der Verbreitung und Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft; Mobilisierung und Erschließung des gesamten verfügbaren Qualifikationspotenzials von Frauen und Männern.
  • Gewährleistung der Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen und gleicher Chancen von Frauen und Männern an der umfassenden Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken.
  • Schutz der Menschenwürde, Schutz von Kindern und Jugendlichen, Schutz von Verbrauchern und des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung.
  • Durchgängige Modernisierung schulischer und beruflicher Ausbildungssysteme.
  • Erhaltung und Ausbau des hohen Niveaus in der Grundlagenforschung und in der Entwicklung neuartiger Anwendungen.
  • Ausschöpfung der Potenziale, die mit der Entwicklung und Einführung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien für eine ökologische Modernisierung verbunden sind.
  • Ausbau der informations- und kommunikationstechnischen Infrastrukturen.
  • Steigerung der Verbreitung innovativer Formen der Arbeits- und Unternehmensorganisation.
  • Modernisierung des Staates durch umfassende Nutzung der Informations- und Kommunikationstechniken in allen Bereichen der öffentlichen Hand.

Um Deutschland einen Spitzenplatz im digitalen Zeitalter zu sichern, will man durch die gemeinsamen Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft innerhalb der nächsten fünf Jahre den Anteil der Internetabonnentinnen und -abonnenten an der Gesamtbevölkerung von 9 Prozent im Jahr 1999 auf über 40 Prozent im Jahr 2005 steigern. Im Bereich von Bildung und Ausbildung will man alle Schulen mit multimediafähigen PC und Internetanschlüssen bis zum Jahr 2001 ausstatten sowie das Ausbildungsvolumen in den neuen IT-Berufen bis 2003 auf 40.000 Plätze ausweiten. Zudem will man das Fachkräfteangebot für qualifizierte IT-Aufgaben bis zum Jahr 2005 um weitere 250.000 steigern und den Frauenanteil an IT-Berufsausbildungen auf 40 Prozent sowie den Anteil der Studienanfängerinnen an Informatikstudiengängen bis 2005 auf 40 Prozent steigern.

Bei Anwendungen und Infrastruktur will man die Zahl der Multimedia-Unternehmen bis zum Jahr 2001 ebenso verdoppeln wie den Anteil der Telearbeit bis 2003. Die Entwicklung neuartiger breitbandiger Mobilkommunikationssysteme mit Zugriffsmöglichkeit auf multimediale Dienste zu jeder Zeit an jedem Ort soll bis 2005 abgeschlossen und der drahtlose Internetzugang bereits ab 2002 Gang und Gäbe sein.

Die Bundesregierung will weiterhin bis zum Sommer 2000 eine IT-Strategie für die Informationsdienstleistungen der Bundesverwaltung entwickeln, für einen breitenwirksamen Einsatz der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien in der öffentlichen Verwaltung sorgen und die elektronische Steuererklärung im Bereich der Finanzverwaltung ab dem Jahr 2000 breit einführen. Ab 2001 soll es möglich werden, elektronische Angebote und Vertragsabschlüsse im öffentlichen Auftragswesen durchzuführen.

Der komplette Text des Aktionsprogramms ist über das BMBF (Postfach 229, 10106 Berlin) oder das BMWI (Scharnhorststr. 36, 10115 Berlin) zu beziehen.

Siehe auch:
BDI begrüßt Computeroffensive der Bundesregierung



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