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Erdbeben bringt Speicherpreise zum Explodieren

/ Jens Ihlenfeld
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Kletterten die Speicherpreise in den letzten Wochen bereits um bis zu 50 Prozent, zeichnen sich nun neue Preisrekorde ab. Bedingt durch das schwere Erdbeben in Taiwan(öffnet im neuen Fenster) und den damit verbundenen weitflächigen Stromausfällen kam auch die Chip-Produktion zum Erliegen.

Die Folge: Zur Zeit ist es in Deutschland nahezu unmöglich, Speicherchips zu bekommen, da Taiwan einen nicht unbeträchtlichen Anteil an der Produktion der Chips hat.

Da kaum ein Händler zur Zeit bereit ist, seine Bestände zu veräußern, explodieren die Preise, obwohl kaum Bausteine gehandelt werden. Zahlte man Ende vergangener Woche für 128 MB SDRAM Marken-Module noch etwa 400,- DM netto, werden heute bereits Preise von über 600,- DM gehandelt. Die Tendenz ist kurzfristig deutlich steigend, sofern überhaupt Speicherbausteine zu bekommen sind.

Es kann sich dabei sowohl um eine kurzfristige als auch längerfristige Erscheinung handeln, da zur Zeit keine näheren Informationen aus Taiwan vorliegen.

Die meisten Großhändler werden die noch vorhandenen Speicher-Chips für Komplett-Systeme verwenden, um den Absatz der restlichen Ware nicht zu gefährden. Von den Preissteigerungen werden auch die meisten Grafikkarten betroffen sein.


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