"Capital"-Studie über Internet-Nutzung in Europa
Laut einer exklusiv vom Wirtschaftsmagazins Capital veröffentlichten Studie, soll sich die Zahl der Online-Shopper in Europa bis 2001 auf 18 Millionen Nutzer verdoppeln. Die Internet Nutzung würde in Deutschland in den Nächsten vier Jahren zwar dramatisch ansteigen, im europäischen Vergleich aber Mittelmaß bleiben, so das Ergebnis der von der Europäischen Kommission geförderten, europaweit repräsentativen Studie zur Internet-Nutzung und zum E-Commerce.
Nach den Ergebnissen des Bonner Forschungsinstituts Empirica, die auf der Befragung von rund 7.700 Bürgern und über 4.000 Unternehmen in zehn Ländern zur Entwicklung des Internets basieren, werden im Jahr 2001 rund 32 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahren das Internet nutzen.
Noch zwei Jahre weiter, im Jahr 2003, soll der Anteil der privaten und beruflichen Internet-Nutzer in Deutschland laut Capital aber bereits fast 60 Prozent betragen, was etwa 40 Millionen Internet-Nutzern entsprechen würde.
Im Jahr 2001 liegt die Internet-Nutzung in Deutschland mit rund 47 Prozent zwar noch vor der in den südeuropäischen Nachbarstaaten Spanien (36 Prozent) und Italien (42 Prozent), doch im Vergleich mit den Nordeuropäern deutlich zurück, wenn die Prognosen stimmen. Die höchste Nutzung des World Wide Web im Jahr 2001 weisen der Studie zufolge die Schweden mit über 68 Prozent und die Dänen mit 65 Prozent aus.
Die deutschen Unternehmen allerdings stehen im europäischen Vergleich sehr viel besser da. So soll der Anteil der Unternehmen, die im Internet präsent sind, von heute rund 47 Prozent auf fast 69 Prozent im Jahr 2001 steigen. Damit läge Deutschland auf Rang fünf hinter den führenden Finnland, Dänemark, Schweden und Großbritannien. Trotzdem müssten die deutschen Firmen umdenken, denn zwei Drittel von ihnen böten ihren Mitarbeitern keinen Internet-Zugang und in rund 40 Prozent der Unternehmen würden die Vorteile der elektronischen Post immer noch nicht genutzt.
Die Entwicklung beim Online-Shopping wird der Studie zufolge sogar noch rasanter verlaufen. In Zeiträumen von jeweils zwei Jahren soll sich die Zahl derer, die online Waren einkaufen, jedes Jahr fast verdoppeln. So wächst die Zahl der Online-Shopper nach dem Capital-Bericht von heute rund neun Millionen auf 18 Millionen im Jahr 2001 und dann auf 35 Millionen im Jahr 2003.
Bei aller Euphorie über die elektronische Revolution birgt diese Entwicklung laut Capital aber auch erhebliche Risiken für die Arbeitsplätze. Durch die zunehmende Vernetzung zwischen den Unternehmen sollen in den Nächsten zwei Jahren mehr als 100.000 Jobs in Deutschland verloren gehen. In Europa ständen sogar 400.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Grund für diese harten Einschnitte im Arbeitsmarkt sind die erheblichen Einsparungspotentiale durch professionelles Business-to-Business, die bei etwa vier Prozent der Kosten liegen.
Die Capital-Studie, die Antworten auf fast 100 Fragen zur Internet-Nutzung, zu E-Commerce und der PC-Nutzung der Zukunft in Europa gibt, besteht aus zwei je 120 Seiten starken Bänden – einmal über die Haushalte und der andere über die Unternehmen. Der einzelne Band kostet 690 Mark, beide zusammen 1.190 Mark. Bestellungen sind möglich über Fax 0221/4908-595 oder E-Mail
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