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Bosch: Verkauf des Telekommunikations-Bereichs?

/ Andreas Donath
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Der Stuttgarter Bosch-Konzern, wegen seiner schwäbisch-konservativen Geschäftspolitik in der deutschen Industrie oft als schlafender Riese verspottet, will erstmals einen kompletten Geschäftsbereich abstoßen – die Telekommunikation. Das berichtet der Spiegel in der aktuellen Ausgabe.

Um die Abhängigkeit von Autokonzernen wie Daimler, BMW oder VW zu verringern, hatte der größte europäische Pkw-Zulieferer (50 Milliarden Mark Umsatz, 189000 Beschäftigte) seit Ende der siebziger Jahre im großen Stil Firmen in der Nachrichten- und Kommunikationstechnik aufgekauft, darunter die ehemaligen AEG-Telefontöchter ANT und Telenorma. Doch das Geschäft mit Handys, Telefonanlagen oder Breitband-Netzen erwies sich für die Stuttgarter bislang als Flop: Der Geschäftsbereich (5 Milliarden Mark Umsatz, 18700 Beschäftigte) brachte in den vergangenen Jahren nur Verluste ein.

Derzeit verhandeln die Bosch-Manager mit Kaufinteressenten für ihre Kommunikationssparte, schreibt der Spiegel. Das Geschäft mit Telefonnetzen soll eine Tochter des britischen Mischkonzerns GEC übernehmen, um die Handy-Produktion in einer Fabrik bei Aalborg in Dänemark bemüht sich der Siemens-Konzern, an der TV-Kabelsparte ist die Deutsche Bank interessiert.

Die Frankfurter kämpfen zur Zeit um den Zuschlag für das TV-Kabelnetz der Telekom. Mit dem Bosch-Breitband-Ableger könnte die Deutsche Bank ihr Angebot abrunden.


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