PlayStation 2 - Alle Details bekannt gegeben

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PlayStation 2 - Die Zukunft
PlayStation 2 - Die Zukunft
Sony hat auf einer derzeit in Japan stattfindenden Tokyo-Game-Show die technischen Daten sowie die Pläne für die weltweite Markteinführung bekannt gegeben. Ab dem 4. März 2000 soll die Konsole in Japan für 39.800 Yen (umgerechnet ca. 700 DM) verfügbar sein. Gleich eine Million Stück will Sony zum Verkaufsstart an den Handel ausgeliefert haben. Zum Herbst 2000 soll die PlayStation 2 dann auch zeitgleich in Europa und den USA erhältlich sein.

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Neben den Details zur Markteinführung hat Sony auch einige Informationen zur technischen Ausstattung freigegeben, die recht beeindruckend klingen. Die PlayStation 2 soll nicht nur zur alten PlayStation kompatibel sein, sondern nun definitiv auch DVD-Videos wiedergeben können, ein Feature, das teureren DVD-Playern den Todesstoß versetzen könnte.

Die Konsole wird mit einem "Dual Shock 2 Gamepad, einer 8 MB Memory Card, einem Verbindungskabel zum Fernseher und einer PlayStation-2-Demo-DVD ausgeliefert. In ihrem Innern werkelt neben einem 4fach-DVD-ROM eine Emotion Engine genannte 128-Bit CPU mit 294,912 MHz Taktfrequenz, einem Grafik-Synthesizer mit 4 MByte integriertem VRAM und einer Taktfrequenz von 147,456 MHz und insgesamt 32 MByte schnelles Direct RDRAM als Hauptspeicher. Für den guten Klang sorgt die Sound SPU2, die 48 Stimmen in Hardware bietet und mit 2 MByte Speicher aufwartet.

Für den Datenaustausch sorgt der IOP-I/O-Prozessor, der mit 33,8688 MHz oder wahlweise 36,864 MHz getaktet wird. Was die PlayStation 2 an Anschlussmöglichkeiten mit sich bringt, lässt selbst PCs mit USB alt aussehen: Neben dem von der PlayStation 1 bekannten Memory-Card-Schacht gibt es einen optischen Digitalausgang für optimalen Klang, einen USB-Port, einen i.Link (Firewire, IEEE1394)-Port und sogar einen Typ-III-PCMCIA-Card (PC Card)-Schacht. Das lässt auf zahlreiche Erweiterungen wie beispielsweise Festplatten, Modems oder Ähnliches hoffen. Eine Netzwerkkarte für den PC-Card-Schacht hat Sony für 2001 angekündigt.

"Die PlayStation 2 zeigt einen Pfad in die Zukunft der vernetzten digitalen Unterhaltung", sagt Ken Kutaragie, Präsident und CEO von Sony Computer Entertainment Inc. "Genauso wie die PlayStation interaktives Spielen in einen noch nicht da gewesenen Massenmarkt gebracht hat, wird die PlayStation 2 durch die Kombination aus atemberaubenden digitalen Grafiken, exquisitem Klang und DVD-Video eine neue Erfahrung der Heim-Computer-Unterhaltung ermöglichen."

Neben den mittlerweile über 600 alten PlayStation-Softwaretiteln sollen zur Markteinführung der PlayStation 2 zahlreiche Titel verfügbar sein. Zwar nennt Sony noch keine Zahlen, doch haben schon 89 Publisher in Japan, 46 US-Publisher und 27 europäische Publisher zumindest Absichtserklärungen unterzeichnet, um Software für Sonys Traumkonsole zu entwickeln.

Besonders interessant ist natürlich die Frage, wie Sony denn nun gedenkt, die PlayStation 2 Internet-tauglich zu machen. Hier scheinen hoch gesteckte Pläne zu existieren, die eine Verbindung der PlayStation 2 mit Highspeed-Netzwerken z.B. per Breitband-Kabel vorsehen. PlayStation-2-Nutzer sollen so die Möglichkeit haben, selbst datenintensive Inhalte auf von Sony angebotene Festplatten zu sichern. Ein von Sony entwickeltes elektronisches Transaktionssystem mit Authentifizierungs- und Verschlüsselungstechnologie soll dabei die Abrechnung ermöglichen. Ein "E-Distribution Server" soll dabei mit der bereits erwähnten Netzwerkkarte ab 2001 zur Verfügung stehen und der Schlüssel für einen erträglichen Markt der Zukunft sein.

Kommentar:
Was Sony mit der PlayStation 2 ankündigt, macht nicht nur Hersteller von PC-Grafikchips neidisch, sondern dürfte vor allem die Konsolen-Konkurrenz, Anbieter von Set-Top-Boxen und die Hersteller von DVD-Playern zum Zittern bringen. Mit der PlayStation kann Sony als bisher einziger Hersteller eine "all-in-one"-Hardware liefern, die den Einstieg in ein neues, hochqualitatives vernetztes Unterhaltungszeitalter ermöglicht und gleichzeitig einen lukrativen Markt für Unterhaltungsanbieter schafft.

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