CDU: Jahr-2000-Problem wird zu lasch angegangen
Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gunnar Uldall, MdB, forderte die Bundesregierung gestern im Bundestag auf, das Jahr-2000-Problem ernsthafter als bisher anzupacken.
Das Jahr-2000-Problem muß endlich "aus der Spezialistenecke herausgeholt" werden, um die notwendige Aufmerksamkeit zu erregen. Es stimmte bedenklich, wenn laut einer Umfrage von Mitte 1999 nur 48 Prozent der deutschen Unternehmen dem Problem ernsthaftere Bedeutung beimessen und erst 30 Prozent überhaupt Notfallpläne vorgesehen haben. Es reiche nicht aus, wenn sich die Bundesregierung nur auf die eigenen Verwaltungsbereiche konzentriert. Alle für das Gemeinwohl wichtigen Bereiche müssen funktionieren und die Öffentlichkeit muß gut informiert sein, so Uldall.
Weiterhin wurde die Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung in Sachen Y2K als zu lasch und zu unauffällig kritisiert.
Obwohl die Bundesregierung bei der Beantwortung kleiner Anfragen Schwierigkeiten und Ungeklärtheiten einräume, versucht sie nach Ansicht des wirtschaftspolitischen Sprechers der CDU-Bundestagsfraktion den Eindruck zu erwecken, alles im Griff zu haben.


