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Spieletest: Quest for Glory - Drachenfeuer

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Drachenfeuer ist der fünfte Teil der Quest-for-Glory-Saga von Sierra und Yosemit Entertainment. Er ist wie seine Vorgänger ein Adventure-Rollenspiel-Mix und schließt direkt an diese an.

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Die Story im Überblick: In den Teilen eins bis vier hat unser Held als Absolvent der Fernschule für Abenteurer einen eigentlich harmlosen Job in Spielberg angenommen, der darin gipfelte, dass die hiesige Baronsfamilie von sämtlichen Flüchen befreit und die Menschen fressende Hexe Baba Yaga vernichtet wurde. So wurde unser Held auch offiziell zum Helden und wie es sich für solche gehört, stürzt er sich sogleich in nächste Abenteuer. So begegnet er dem bösen Zauberer Ad Avis, wird zum Prinzen ernannt, rettet das Land vor Dämonen und bringt in einer parallelen Welt die Seelen seiner verstorbenen Widersacher und des "Dunklen Meisters" zur Ruh.


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Im aktuellen Titel "Drachenfeuer" wurde der König von Silmaria gemeuchelt und unser Held nimmt am Herrschaftsritus teil, durch den ein neuer, würdiger Nachfolger ermittelt werden soll. Nebenbei versucht ein Bösewicht den Drachen zu befreien, der in diesem Land durch einen magischen Bann ruhig gestellt wurde...

Der Held wird zu Beginn des Spiels erstellt und kann in alter Manier Dieb, Krieger, Zauberer oder Paladin sein und hat dementsprechende Fertigkeiten wie Schwimmen, Klettern oder Schlösser knacken. Wer möchte, kann auch seinen Charakter aus einem vorigen Spiel importieren. Mit wachsender Erfahrung können die Fertigkeiten verbessert oder neue erlernt werden. Die Wahl des Charakters hat vor allem Einfluss auf die Rätsel des Spiels, die natürlich ähnlich bleiben, aber auf verschiedenen Wegen gelöst werden. Zum Beispiel ist ein Zauberer unfähig, einen Stein genau auf einen Schalter zu werfen, aber dafür gibt es einen Spruch, der dieselbe Wirkung hat.


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Das Gameplay ist im Wesentlichen gleich, die Figur wird per Maus oder Tastatur durch eine 2,5D-Welt bewegt, in der die Zeit kontinuierlich, aber etwas zu schnell vergeht. So dauert ein Fußmarsch von 20 m unter Umständen ein bis zwei Minuten. Auch Kämpfe werden in Echtzeit ausgefochten, sind aber im Gegensatz zu echten Rollenspielen sehr einfach zu bewältigen: Waffe oder Spruch wählen und klicken. Die eigene Konstitution und der Zustand des Gegners können im Statusfenster abgelesen werden, was nicht ganz zu einem Rollenspiel paßt, denn woher weiß unser Held, wie stark ein Gegner ist?

Die Grafik wird als 2,5D bezeichnet, wenn Figur und Umgebung zwar 3D gerendert wurden, aber letztendlich technisch nur zweidimensional, ohne in die Tiefe zu gehen, abgebildet werden. Quest for Glory V benötigt Quicktime (wird automatisch installiert) für die Darstellung. Folglich läuft die Umgebung als Film ab, in dem die Charaktere agieren. Dabei wirken sie keineswegs aufgesetzt, aber etwas ungewöhnlich ist es schon. Durch Komprimierung und die geringe Auflösung verliert die Grafik etwas an Qualität und an Details, was sich in erster Linie bei allen Charakteren bemerkbar macht.


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Der Sound macht einen sehr guten Eindruck, die Musik ist abwechslungsreich, nicht aufdringlich und passt sich dem Geschehen an. Allerdings steht auf der Verpackung "komplett in Deutsch", was nicht ganz zutrifft, denn die Sprachausgabe ist weiterhin englisch. Dafür sind die Bilder sprechender Charaktere mit deutschen Untertiteln versehen. Das hat auch Vorteile wie die kostengünstige Umsetzung und den Erhalt von Wortspielen und motivierten Sprechern - nicht selten verliert eine Übersetzung an Qualität. Es fällt jedoch schwer, sich auf Text und Sprache gleichzeitig zu konzentrieren.

Fazit:
Sierras Quest for Glory V bietet eine solide Story, die auf vier Vorgänger aufbaut, die man aber nicht unbedingt gespielt haben muss. Rollenspielelemente sind zwar vorhanden, doch fallen sie weniger ins Gewicht, sodass man es eher als Adventure mit Kämpfen bezeichnen kann. Die Wahl einer Charakterklasse ermöglicht auch mehrmaliges Spielen, um andere Rätsel auf verschiedene Arten zu lösen.



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