Deutsche Bank kauft weiter Kabelnetze
Im Kaufverfahren um das TV-Kabelnetz hat die Deutsche Bank mit ihrer Tochter DB Investor neue Maßstäbe gesetzt: So bot das Finanzhaus, das sich um alle neun Regionalgesellschaften bewirbt, allein für das Berliner Kabelnetz über drei Milliarden Mark.
Das berichtet das Nachrichten-Magazin Spiegel in der neuen Ausgabe. Offenbar geht es der Bank im Kampf gegen Mitbewerber wie der niederländischen Kabelgesellschaft UPC, Mannesmann und Rupert Murdoch darum, auf die "Short list" zu kommen – die Liste mit den Firmen, die für die nächste Runde in Frage kommen.
Gleichzeitig will die Bank das Kabelnetz TSS des Augsburger Kabelunternehmers Peter Stritzl mit 1,4 Millionen Haushalten kaufen; sie akquirierte bereits das Netz von Telecolumbus (1,7 Millionen Haushalte). Telekom-Chef Ron Sommer will nach den neuesten Plänen in allen Regionen eine Sperrminorität halten und nirgendwo einen Mehrheitsgesellschafter zulassen.
Überall soll je eine Finanz- und eine Kabelfirma zum Zuge kommen. Für die Bewertung der Angebote sollen unter anderem externe Unternehmensberater hinzugezogen werden.
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