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eBay startet B2B-Autionen

/ Jens Ihlenfeld
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Zum ersten September hat eBay die laut eigenen Angaben erste Business-to-Business-Auktion Europas im Internet eröffnet. Auf der Onlineplattform können Firmen untereinander Produkte und Services im Internet ver- bzw. ersteigern, teilte eBay Deutschland mit.

An den Start geht das Unternehmen mit über 500 gewerblichen Waren, von Baumaschinen und Werkzeugen über LKWs, EDV-Anlagen, Gastronomieeinrichtungen und Textilien bis hin zu Landwirtschaftsartikeln, die bereits zur Versteigerung gelistet sind. eBay hat hierzu unter der Internet-Adresse www.ebay.de(öffnet im neuen Fenster) einen eigenen Auktionskanal mit der Bezeichnung "Handel, Industrie & Handwerk" eingerichtet. Zielgruppe sind neben Unternehmen jeder Größenordnung auch Konkursverwalter und Industrieversteigerer. Neben Waren, von A wie Autos bis Z wie Zäunen, können auch Dienstleistungen angeboten werden.

"eBay ist heute schon das größte Online Auktionshaus in Deutschland. Mit dem jüngsten Schritt erringen wir auf einen Schlag auch die Marktführerschaft bei Business-to-Business-Auktionen", erklärt Alexander Samwer, Sprecher von eBay Deutschland. Er verweist auf Prognosen der Marktforschungesellschaft Forrester Research, wonach sich der US-Markt für B-to-B-Auktionen von knapp 9 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr auf beinahe 53 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2002 ausweiten soll.

Den deutschen Markt stuft Alexander Samwer auf etwa 8 bis 10 Prozent des US-Marktes ein. Das entspräche einem Volumen in der Größenordnung von 6 bis 7 Milliarden DM in drei Jahren.

Arnold Ziegler vom Industrieversteigerer Auktionshaus Schwaben erklärt: "Statt 50 Firmen anzurufen und Preise zu erfragen, geht der Einkäufer jetzt einfach unter www.ebay.de ins Internet, stößt mit einigen wenigen Mausklicks auf die benötigten Waren und gibt ein Maximalgebot für den oder die Artikel ein."

Wichtig dabei: Die Unternehmen benötigen hierzu lediglich einen Internetanschluss, müssen aber nicht mit einer eigenen Website im Internet vertreten sein bzw. auf der eigenen Website einen Handelsbereich einrichten.

Ebenso wie für die Einkäufer soll die offene Business-to-Business-Auktionsplattform auch für industrielle Verkäufer erhebliche Kosten- und Geschwindigkeitsvorteile bieten. Restposten und Überschussware, immerhin ein Markt von mehr als 30 Milliarden DM allein in Deutschland, seien besonders gut für den Verkauf über den virtuellen Auktionsraum geeignet. Die Vorteile für die Wirtschaft: Die Waren können einfacher und schneller einem internationalen Einkäuferkreis angeboten werden. Durch das Auktionsmodell, bei dem sich viele Einkäufer mit Maximalgeboten um einen Artikel bemühen, lägen die erzielten Preise in der Regel über dem bei bisherigen Verhandlungsmethoden erzielten Niveau, sagt Samwer.

Für Einkäufer ist die Nutzung und die Beschaffung über eBay kostenfrei. Unternehmen, die einen Verkauf erfolgreich abwickeln, zahlen eine Provision von 3 Prozent für Artikel bis 1000 DM und 1,5 Prozent für Artikel mit höherem Preis.

Am Montag hatte bereits ricrado.de den eine B2B-Angebot angekündigt.


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