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Angetestet: Videologics Neon 250 Grafikkarte

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Neon 250 angetestet
Neon 250 angetestet
Nach langem Warten wird Videologics Neon 250 seit gestern an den Handel ausgeliefert - Grund genug, einen Blick auf die neue Grafikkarte zu werfen. Im Gegensatz zu den vorherigen Ankündigungen von Videologic wird die Neon 250 nicht mit 16 sondern mit 32 MByte ausgeliefert - ein Tribut an die Marktentwicklung und vor allem die Wünsche der Anwender.

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Das Erste was an der Karte auffällt, ist der aufgeräumte Aufbau der Platine. Außer vier SDRAM Speicherbausteinen und einem mit passiven Kühlkörper bedeckten und mit 125 MHz getakteten PowerVR Series 2 Grafikchip ist darauf nichts zu finden. Letzterer wird übrigens in ähnlicher Form auch in Segas auf der IFA vorgestellten Dreamcast-Konsole und im Sega Naomi Spielhallensystem eingesetzt.

Die Videologic Treiber bieten nicht nur die Möglichkeit, die Bildlage bequem zu justieren, sondern auch eine Anpassung an beliebige Spiele. So können beispielsweise 3D-Features automatisch ein- und abgeschaltet werden, wenn ein Spiel geladen wird, für das schon Einstellungen vorgenommen wurden. Eine Übertaktungssoftware bietet zudem die Möglichkeit, die Karte jenseits des Standard-Taktes zu betreiben - allerdings verliert man dann verständlicher Weise den Garantieschutz.

Leider war der uns vorliegende Treiber für Windows 98 in der Version 1.35 zwar absturzsicher, aber noch nicht ganz fehlerfrei und so kam es von Zeit zu Zeit zu Bildfehlern, die sich jedoch zum Glück auf einige Szenen im 3DMark99 beschränkten. Ganz selten schien auch beim Q3Test 1.08 oder in der Kingpin Timedemo auch mal eine Textur für kurze Zeit aufzublinken. An der Lösung dieses Problems soll laut Videologic bereits gearbeitet werden. Videologic will die Treiber konstant weiterentwickeln.

Unter Futuremarks 3DMark99 Pro, der die Direct3D 6.x Grafikkartenleistung eines Systems testet, lieferte die Neon 250 ein durchwachsenes Bild, selbst wenn man die Treiberbedingten Bildproblemchen außer Acht lässt. Videologic müsste hier mit neuen Treibern mehr als ein Drittel mehr Leistung bieten können, um unter Direct3D 6.x an Voodoo3 und TNT2 Karten heranzukommen. Hier liegt die Top-Konkurrenz eindeutig vorne.

Wesentlich besser sieht es im Q3Test aus, bei dem es um Leistung unter OpenGL geht. Hier lieferte die Neon 250 auf einem Pentium-III 500 in allen Auflösungen bei 24 Bit Farbtiefe, allen aktivierten grafischen Optionen (VSync off), bilinearer Texturfilterung und vollem Texturdetail einen Hauch über Voodoo3 3000 und TNT2 Ultra liegende Frameraten an. Wenn Videologic noch den MiniGL-Treiber so optimiert, dass die auffälligen Einbrüche bei Szenen mit vielen Überblendungen, beispielsweise durch Explosionen, Mündungsfeuer und Rauchspuren, beseitigt sind, darf sich die Neon 250 mit Fug und Recht als eine für Quake3 optimale Grafikkarte bezeichnen.

Im Rahmen dieses Tests fiel uns übrigens auf, dass die Neon 250 bei trilinearer Texturfilterung weitaus bessere Bildqualität lieferte aber auch stärker einbrach als unsere TNT 2 Ultra Karte. Nach einem Bildvergleich kam heraus warum: Die aktuellen NVIDIA Detonator-Treiber scheinen mehr auf Leistung als auf optische Korrektheit ausgelegt zu sein - während bei der Neon 250 auch vom Betrachter "entferntere" Texturen scharf waren, wirkten sie bei der TNT2 Ultra genauso unscharf, wie von bilinearer Filterung gewohnt. Der optische Unterschied zwischen den beiden Einstellungen war mit bloßem Auge nicht auszumachen - hier hat NVIDIA wohl mehr auf Leistung geachtet, als gut wäre.

Mit 32 MByte SDRAM Speicher, einem 250 MHz RAMDAC und einem auf 125 MHz getakteten PowerVR Series 2 Grafikchip kostet die Neon 250 in der Retail-Version 349,- DM und in der Bulk-Version ca. 335,- DM. Treiber für Windows 95/98 und NT liegen bei. Windows 2000 Treiber sind in Arbeit, über Treiber für Linux und BeOS wird nachgedacht.

Fazit:
Für einen Preis von 350 DM ist die Neon 250 durchaus attraktiv, mit den derzeitigen Treibern ist sie den schon länger auf dem Markt befindlichen TNT2 und Voodoo3 Karten jedoch unterlegen, wenn man mal von OpenGL-Spielen absieht. Wenn die Neon 250 in Deutschland in den nächsten Wochen in ausreichenden Stückzahlen im Handel verfügbar ist, sollten die Treiber jedoch so weit gediehen sein, dass ein erneuter Test ein klareres Bild über die 3D-Leistung liefert.



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