Sega stellt Dreamcast auf der IFA vor

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Sega Deutschland hat heute ausdrücklich den schon angekündigten Verkaufsstart für die neue Dreamcast-Konsole bestätigt - wer jedoch nicht bis Mitte Oktober warten will, kann sich seit heute auf der IFA ein Bild von der Leistungsfähigkeit der ersten internetfähigen Konsole machen. Mit einer groß angelegten, frechen Werbekampagnie und zahlreichen Partnern soll Dreamcast ab 14. Oktober der technisch unterlegenen Konkurrenz aus Playstatation und Nintendo 64 Marktanteile abluchsen. Bis zum März 2000 hofft Sega auf den Verkauf von 200.000 Stück, weltweit sollen es bis zu diesem Zeitpunkt 5 Millionen verkaufte Konsolen sein. Derzeit hat Sega in Japan etwa 1 Million Stück verkauft.

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Technisch hat Sega aber auch einiges zu bieten, denn Dreamcast ist die erste 128-Bit Konsole, besitzt eine mit 200 MHz getaktete Hitachi SH4 RISC CPU, 16 MByte RAM, einen Grafikspeicher von 8 MByte, einen 32-Bit Yamaha 3D-Soundchip, ein spezielles CD-ROM Laufwerk mit über 1 GByte Speicherkapazität sowie ein integriertes 33,6er Modem. Inklusive Browser und Internetzugang (BT und VIAG Interkom) ohne Grundgebühr kostet eine Dreamcast Konsole 499,- DM.

Als Zielgruppe peilt Sega 16 bis 25 Jahre alte Powergamer an, die es leid sind, alleine vor der Konsole zu sitzen und endlich weltweit per Netz mit- oder gegeneinander spielen wollen. Allerdings wird diese Funktionalität in Deutschland erst gegen Ende diesen bzw. Anfang nächsten Jahres möglich sein. Die Internet-Funkionalität "beschränkt" sich zum Verkaufsstart am 14. Oktober noch auf E-Mail, Chatforen, Dreamcast News und einen Online-Shop für Zubehör. Dabei stehen pro Dreamcast Konsole je 5 E-Mailadressen für die ganze Familie zur Verfügung. Wer E-Mails nicht umständlich über das Gamepad eingeben will, kann eine optionale Tastatur für recht preiswerte 59,- DM erstehen.

Trotz der beeindruckenden Leistung und des gelungenen Konzepts wird es Sega jedoch schwer haben, sich gegen die etablierte Konkurrenz aus Nintendo und Sony durchzusetzen. Diese klopfen derzeit kräftig auf den Busch und prophezeien Sega eine schlechte Zukunft - Software würde es für die Konsole sowieso nicht genügend und nicht mehr lange geben. Trotz der Schwierigkeiten hat Sega jedoch einen Vorteil, den die Konkurrenz gerne übergeht: PC-Spielehersteller stürzen sich geradezu auf die neue Konsole, die unter einer optimierten WindowsCE Version mit DirectX läuft und eine Umsetzung beliebter Spieletitel ohne größere Probleme erlauben soll.

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Allerdings scheint sich Sega nicht sonderlich geschickt anzustellen, wie man von id-Software hört: Verhandlungen zur Umsetzung des wohl sehnlichst erwarteten 3D-Netzwerkgemetzels Quake3 auf Dreamcast wurden ohne nähere Nennung von Gründen von Sega abgebrochen. Und gerade mit diesem Spiel hätte Sega sich einiges an kaufkräftiger Kundschaft sichern können. Doch vielleicht besinnt sich Sega ja noch eines besseren, der recht überzeugenden Dreamcast-Hardware könnte es nur guttun...

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