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Iridium verglüht - Sat-Telefoniefirma bankrott?

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Die hochfliegenden Pläne des Iridium-Konsortiums, das ein System für weltweite Satellitentelefonie mit Handgeräten aufgebaut hatte, sind vermutlich zu Ende.

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Am gestrigen Tag verstrich erfolglos die seit Monaten gesetzte Frist der Kreditgeber, eine Rate des riesigen Schuldenbergs zu tilgen.

Die fälligen 1,5 Milliarden Dollar stehen einem Bankkonsortium unter Führung der Chase Manhatten Bank zu, die ihrerseits erklärte, daß es keine weiteren Zahlungsaufschübe mehr gäbe.

Die Aktien von Motorola, mit 18 Prozent an Iridium beteiligt, fielen um mehr als fünf Prozent nach Bekanntgabe der Streichung der Kreditlinie. Zwar steht es Motorola frei, eine Kreditbürgschaft zu übernehmen, doch bezweifeln mittlerweile Analysten, daß der Elektronikmulti weiter bereit ist, das unter Kundenmangel leidenden Iridiumprojekt weiter fortzuführen.

Iridium wurde aufgrund extrem hoher Gerätepreise, eines undurchsichtigen Gebührensystems, das erst vor kurzem reformiert wurde, und einer falschen Zielgruppenansprache von den Kunden gemieden.

Vor sechs Wochen senkte der Betreiber die Gesprächsgebühren innerhalb von Nordamerika auf 1,59 US-Dollar pro Minute - für internationale Gespräche wurden zuletzt 2,99 US-Dollar verlangt.

Erst jetzt wurden Pläne bekannt, nach denen Iridium-Telefonpakete für knapp 1500 US-Dollar angeboten werden sollen, um weitere Käufergruppen anzusprechen. Bislang kosteten die Endgeräte bis zu 6000,- DM.

Am 15. August läuft eine weitere Frist für Iridium ab. Dann sind 90 Millionen US-Dollar für Zinsen fällig. Ursprünglich schon am 15. Juli fällig, wurde der Zahlungstermin bereits um einen Monat verschoben.

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