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GBDe: Starre Regulierungen behindern E-Commerce

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Führende Vertreter global agierender Unternehmen fordern Regierungen und internationale Organisationen zu einem Dialog über die Gestaltung des weltweiten Handels über das Internet auf.

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"Das Ziel des Global Business Dialogue on Electronic Commerce (GBDe) ist die Schaffung einer branchen- und länderübergreifenden Ordnung für den elektronischen Handel", erklärte der Overall Chairman des GBDe und Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, Thomas Middelhoff. Die dynamische Entwicklung des E-Commerce dürfe nicht durch einen Flickenteppich starrer, nationaler Regulierungen behindert werden.

Zur Kerngruppe des GBDe gehören 29 Chief Executive Officer und Vorstände großer Unternehmen aus Europa, Amerika, Asien und Afrika. Insgesamt beteiligen sich mehrere hundert Firmen, die sich im E-Commerce engagieren, an der Initiative. Der GBDe will seine Vorschläge am 13. September in Paris vorstellen.

"Die rasante Entwicklung des Internets und des elektronischen Handels wird das Gesicht der Wirtschaft und das Verhalten der Verbraucher in den kommenden Jahren von Grund auf verändern", erklärte Middelhoff in Berlin. "Das Internet zwingt Unternehmen verschiedenster Branchen, sich neu zu orientieren und zu organisieren."

Der E-Commerce verändere die Warenströme, revolutioniere Produktion und Vertrieb und definiere das Verhältnis zwischen Unternehmen und Verbrauchern neu. Die Verständigung über die globale E-Commerce-Ordnung der Zukunft sei eine überaus komplexe Aufgabe.

Die Umwälzungen durch das Internet stellten auch die Gesetzgeber vor neue Herausforderungen, so Middelhoff. "Politik und Wirtschaft müssen enger kooperieren, um die Wachstums- und Beschäftigungspotentiale des globalen Handels über das Internet freizusetzen. Wir alle wollen, daß die Wirtschaft auf Basis des E-Commerce weltweit floriert." Nationale Einzelregelungen würden dem globalen und grenzüberschreitenden Charakter des Internets in keiner Weise gerecht. Die für den klassischen Waren- und Dienstleistungsverkehr geschaffenen Grundlagen müßten angepaßt werden. Dabei spiele die Selbstregulierungskraft der Wirtschaft im Interesse der Verbraucher eine zentrale Rolle, erläuterte Middelhoff weiter.

"Die Durchsetzung politischer Ziele im Internet ist nur international und am besten in einem engen Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft zu erreichen."

Der GBDe arbeitet seit Monaten an detaillierten Vorschlägen zu einzelnen Themen, die für die Zukunft des Internet-Handels von Bedeutung sind. Die neun Themen, denen sich Arbeitsgruppen widmen, sind:

  • Sicherheit und Authentifizierung: Schaffung von anerkannten Industriestandards bei der Übermittlung von Daten und Sicherstellung der unbeschränkten Verwendung von Verschlüsselungssystemen
  • Vertrauen der Online-Nutzer: Stärkung des Vertrauens der Verbraucher in den E-Commerce durch Information und verbraucherfreundliche Technologien
  • Inhalte und Werbung: Schaffung eines einheitlichen Ordnungsrahmens im Umgang mit Online-Werbung sowie schädlichen Inhalten
  • Infrastruktur: Fragen der Deregulierung und des Ausbaus von Datennetzen sowie des Marktzutritts zu Datennetzen
  • Urheberrechtsschutz: Adäquater Schutz der Urheberrechte im Internet und Verfolgung von Raubkopien
  • Gerichtsbarkeit: Klärung gerichtlicher Zuständigkeiten und Fragen des anwendbaren Rechts im Falle grenzüberschreitender Rechtsstreitigkeiten zwischen Anbietern und Kunden
  • Haftung: Schaffung eines ausgewogenen Haftungsregimes, welches den Interessen der betroffenen Sektoren und den technischen Möglichkeiten gerecht wird
  • Datenschutz: Fragen des Schutzes personenbezogener Daten im digitalen Umfeld
  • Steuern und Zölle: Problematik bei der Erhebung von Ertrags- und Umsatzsteuern bei grenzüberschreitenden Online-Transaktionen sowie Zollfreiheit für virtuelle Güter

Der GBDe wird von Thomas Middelhoff sowie von Gerald Levin, Chairman und CEO des US-Medienkonzerns Time Warner, und Michio Naruto, Vice Chairman des japanischen Elektronik-Konzerns Fujitsu, als regionalen Koordinatoren angeführt. Der GBDe wurde offiziell am 14. Januar 1999 in New York ins Leben gerufen. Der Austausch der Teilnehmer untereinander findet im wesentlichen über Internet und E-Mail statt.



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