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Giga: SAP und Oracle gut gerüstet für Internet

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SAP und Oracle sind unter allen Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware am besten gerüstet für den Übergang in das Internet-Zeitalter, zu diesem Ergebnis gelangt die internationale Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Giga Information Group in ihrer jüngsten Untersuchung "Evaluating ERP Vendors in an Internet World". Weniger gute Aussichten räumen die Auguren Baan, PeopleSoft und J.D. Edwards ein.

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Als Begründung für die positive Beurteilung von SAP führt Giga allein die Marktmacht und Größe des weltweit größten Herstellers von Software für Enterprise Resource Planning (ERP) an. Der Walldorfer Softwareriese sei zwar "sehr spät in den Internet-Markt eingestiegen, hat jedoch mehr Entwicklungs- und Marketingressourcen als jeder andere ERP-Anbieter, um den Übergang zu meistern", formuliert Giga-Analyst James Holincheck in dem Report.

Als eine Haupthürde auf dem Weg von SAP zum Internet-Business nennt die Giga Information Group die monolithische Struktur von R/3. Dadurch lassen sich veränderte Geschäftsprozesse, wie sie das Internet-Business zwangsläufig mit sich bringt, nur schwer in die betriebswirtschaftlichen Kernfunktionen der SAP-Software einbringen, schreibt Giga. Als ausgesprochen zukunftsorientiert werten die Auguren, daß SAP alle neuen Anwendungsprogramme als Komponenten entwickelt, die flexibel an das Basissystem angebunden werden können. Nun komme es darauf an, daß die Walldorfer die mit der EnjoySAP-Initiative vorgestellten Internet-Anwendungen schnellstmöglich zur Marktreife führe. Dazu gehörten insbesondere die Funktionen für den Online-Verkauf an Unternehmen (Business to Business) wie auch an Verbraucher (Business-to-Consumer). Erste Fremdanbieter wie beispielsweise Uni-Org seien bereits mit eigenen Produkten wie den Electronic Transaction Services (ETS) und B2B Solutions in die Lücke im SAP-Angebot gesprungen. Auch der Zugang zur gesamten Anwendungspalette über einen Webbrowser als Benutzerschnittstelle, wie für Release 4.6 angekündigt, müsse zügig realisiert werden, mahnt Giga.

"Wir reden hier noch über das Jahr 1999 als Zieldatum, wenn SAP den Übergang in die Internet-Welt erfolgreich schaffen will", setzt Giga-Experte James Holincheck konkrete Zeitziele. Darüber hinaus fehlten noch wichtige Funktionen in der SAP-Software, die moderne Geschäftsprozesse widerspiegeln. Als Beispiele nennt er grundlegende Umstrukturierungen in Unternehmen und Firmenübernahmen. "SAP hat eine großartige Vision zur Weiterentwicklung von R/3 einschließlich des gesamten Internet-Spektrums. Es kommt jetzt darauf an, diese Vision schrittweise in die Realität umsetzen. Die Chancen dafür sind gut", zieht Giga-Experte Holincheck Resumée.

Im Vergleich dazu verfüge Oracle über eine deutlich weniger ambitionierte Vision, sei jedoch mit der Umsetzung weiter, schreibt Giga. Allerdings spiele der Datenbankhersteller im ERP-Geschäft zumindest in Europa bislang nur eine untergeordnete Rolle. "Dies könnte sich ändern, wenn es Oracle gelingt, die mit der Internet-Umwälzung verbundenen Änderungen in seiner Software signifikant schneller als der Wettbewerb umsetzen", meint die Giga Information Group in ihrem Report.

Trotz der positiven Einschätzung von Giga meldetet SAP gestern für das erste Halbjahr 1999 sinkende Gewinne bei steigendem Umsatz. Der Halbjahresüberschuß hat um vier Prozent auf 240 Millionen Euro abgenommen.

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