"Projekt Zukunft" - Berlin als IT-Zentrum
Laut Senat sind bisher etwa 150 Vertreter der Berliner Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und anderen Institutionen als aktiver Kern an der Initiative beteiligt. In Berlin ansässige Hersteller wie Motorola, DeTeWe, Netzbetreiber wie Dolphin Telekom oder Softwarehäuser wie Condat, werden ebenso Partner in diesen Initiative sein wie die Technologiestiftung Berlin.
Rund 20 Leitprojekte wurden in enger Zusammenarbeit aller Akteure entwickelt und sollen dazu beitragen, Unternehmen, Verwaltung, Schulen und Hochschulen, Gesundheit, Verkehr und Kultur durch den Einsatz neuer Medien zu modernisieren. Zu den Projekten gehört unter anderem das Stadtinformationssystem berlin.de(öffnet im neuen Fenster) von Debis.
Um für die Zukunft gegnügend ausgebildete Fachkräfte für die Multimedia-Branche zur Verfügung zu haben, soll ein Netzwerk zwischen verschiedenen Informatikbereichen der Berliner Hochschulen und der Wirtschaft geschaffen werden.
Kommentar:
Mit dem Projekt Zukunft hat Berlin eine wichtige Entwicklung gestartet. Doch gefördert werden – wie so oft – nur bereits etablierte, große Fachbereiche. Kleinere, innovative Blüten, wie die in Deutschland in dieser Form bisher einzigartige Informationswissenschaft(öffnet im neuen Fenster) an der Freien Universität Berlin, werden jedoch übersehen. Trotz dem Bekenntnis für die Informationsgesellschaft wurde, um beim Beispiel Informationswissenschaft zu bleiben, diese zuerst abgewickelt, sprich in die Publizistik integriert, und dürfte aus universitätspolitischen Gründen sogar in naher Zukunft abgeschafft, anstatt gefördert zu werden.
Irgendwann, vielleicht in 5 Jahren, dürfte dann eine ähnliche Wissenschaft neu erdacht werden, ein Fachbereich etabliert und von glücklichen Bildungspolitikern und als Novum gefeiert werden...