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debitel übernimmt berlin.de

/ Jens Ihlenfeld
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Zum 1. Juli übernimmt debitel die selbsternannte Vorzeigeadresse Deutschlands im Internet, berlin.de.

Dr. Joachim Dreyer, der Vorstandsvorsitzende der debitel AG, kommentierte den Erwerb: "Mit diesem neuen Dienst sichert sich debitel Deutschlands "erste Internet-Adresse", einen Zugang zum Content Providing und damit einen bemerkenswerten Wettbewerbsvorsprung." Mit dem Erwerb der Inhalts- und Transaktionsdienste von berlin.de(öffnet im neuen Fenster) besetzt debitel nach eigenen Angaben frühzeitig den "künftigen Kernbereich der Wertschöpfungskette im Internet".

Der Münchner Branchenexperte Mathias Plica prognostiziert, daß sich deren Schwerpunkt bis zum Jahr 2001 vom Internet-Access in Richtung Inhalt, Service und Anwendungen verlagern wird. Werden gegenwärtig noch 85 Prozent der Werte im Bereich Internet-Zugang generiert, wird sich dieser Anteil bis 2001 auf 40 Prozent reduzieren. Der Beitrag von Dienstleistungen, Inhalten und Anwendungen zur Wertschöpfung wird dagegen von heute zehn auf dann über 40 Prozent steigen.

berlin.de ist das offizielle Stadtinformationssystem für Berlin. Die offene Plattform für über 100 Partner aus der Region – unter anderem Verwaltung, Kultur, Medien, Marketingorganisationen und die Berliner Wirtschaft – bietet neben reinen Informationssystemen auch zahlreiche interaktive Dienstleistungen, darunter e-Commerce-Lösungen und einen innovativen Online-Ticket-Service.

Die Domain wird als Public-Private-Partnership betrieben. Berlin stellt kostenlos Namen, qualitativ hochwertige Inhalte der öffentlichen Hand sowie die Autorisierung als offizielles Stadtinformationssystem, die privaten Betreiber tragen im Gegenzug die erforderlichen Investitionen für den Ausbau.

debitel übernimmt die bisher von Primus-Online gehaltenen 51 Prozent der Anteile, die Berliner Volksbank hält weiterhin 49 Prozent. Allerdings gehört Primus Online ebenso zum Daimler-Chrysler-Konzern wie debitel.

Das großmundige Projekt startete mit Pannen und ist auch heute noch weit von dem entfernt, was es eigentlich schon sein seit dem Start sollte: Ein Aushängeschild für die Hauptstadt.


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