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Test: "Star Wars: Episode 1 Racer" - Rennspiel

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Star Wars Raserei
Star Wars Raserei
Racer ist jetzt schon das zweite Game, das vor dem offiziellen Filmstart des neuen Star-Wars-Streifens zu haben ist, dreht sich jedoch im Gegensatz zum 3D-Adventure um die im Film vorkommende Pod-Racer-Rennen. Der Spieler übernimmt einen dieser von zwei riesigen Triebwerken an langen Kabeln gezogenen Gleiter und muß mit knapp einem Dutzend anderen Konkurrenten - entweder Comptergegnern oder bis zu 11 Mitspielern per Netzwerk - einen Rundkurs überstehen und möglichst unter den ersten vier sein. Dabei ist alles erlaubt.


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Racer bietet eine große Auswahl an verschiedenen Gleitern, die alle etwas andere Eigenschaften haben. So gibt es Modelle mit besserer Beschleunigung oder mit besserer Kurvenlage usw. Bis auf einen Gleiter, der einen Flammenstrahl aus seinen Triebwerken schicken kann, sind alle unbewaffnet. Doch pazifistisch ist Racer trotzdem nicht, schließlich gibt es keine Regeln: So kann man rempeln oder schubsen und dafür sorgen, daß der arme Konkurrent an einem Pfeiler oder einem anderen sehr unnachgiebigen Hindernis kleben bleibt. Dazu hat man auf acht Planeten und mehr als 20 Kursen je drei Runden lang Zeit. Wobei es nicht wirklich 20 verschiedene Kurse sind, sondern eher acht, dafür aber in sehr verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Wird im Turnier gekämpft, kommen jeweils die ersten vier Teilnehmer weiter und kassieren auch ein Preisgeld, mit dem der Racer bei einem Händler aufgepäppelt werden kann oder Reparatur-Droiden erstanden werden können.


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Racer benötigt einen PC mit 3D-Hardware und sieht auf entsprechend leistungsfähigen Karten optisch recht gut aus. Die Schiffe und die Strecken wirken sehr detailreich. Aber die Grafik ist nicht nur hübsch, sondern auch flott (Test-PC: AMD K6-2 333 mit Voodoo2). Das Gefühl der Geschwindigkeit der fast 1000 km/h schnellen Gefährte kommt recht überzeugend rüber. Die Soundeffekte, Gegnerkommentare und Musik dazu sind passend und tragen zur fiebrigen Rennatmosphäre recht gut bei.

Leider hat Racer auch einige Schattenseiten. Das Gravierendste ist wohl die äußerst sensible Joystick-Steuerung, denn selbst mit einem guten Stick fällt es stellenweise sehr schwer, den Kurs zu halten. Des öfteren hat man dadurch Bandenberührungen und wird beschädigt. Eine einstellbare Empfindlichkeit wäre hier besser gewesen. Auch problematisch sind Sticks mit zu wenig Knöpfen, da die Joystick-Einstellungen alle festgelegt werden müssen, zwingt einen das Racer-Setup zu Doppelbelegungen von Tasten. Das kann im Rennen unangenehme Folgen haben, wenn beispielsweise die Rückansicht mit dem Aufwärtsschub kombiniert ist. Mit der Tastatur ist die Steuerung hingegen wesentlich besser zu handhaben.


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Unangenehm ist auch, daß es bei einigen Rennstrecken Stellen gibt, die man nur auf bestimmte Art und Weisen bewältigen kann, dies aber dann oft erst viel zu spät sehen kann und keine Chance hat, richtig zu reagieren. Komischerweise wissen die Computergegner aber immer ganz genau Bescheid. Schön wären vielleicht auch auf der Strecke einsammelbare Gimmicks gewesen. Die im Laden erhältlichen Sachen sind durch die vielen Reparaturen und das knappe Preisgeld meist kaum bezahlbar. So dreht man halt seine Runden und hofft, unter die ersten vier zu kommen.

Fazit:
"Star Wars: Episode 1 Racer" sieht sehr gut aus und ist auch ein recht flottes, unterhaltsames Rennspiel. Dennoch hat es mit der hakeligen Joystick-Steuerung und dem verbesserungswürdigen Joystick-Setup einige Reibungspunkte, die LucasArts noch ausbügeln sollte. Wäre an diesen Punkten richtig gefeilt worden, hätte aus "Star Wars: Episode 1 Racer" ein wirkliches Spitzen-Rennspiel werden können. So liegt es "nur" im guten Mittelfeld, macht aber nichtsdestotrotz ordentlich Spaß.

Wer sich einen Einblick ins Spiel verschaffen will, findet beim deutschen Distributor THQ eine 16 MByte große Racer-Demo zum Download .

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