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Spieletest: Land der Hoffnung

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Land der Hoffnung von der noch eher unbekannten deutschen Softwareschmiede Innonics ist ein Aufbau-Strategiespiel, das einer Mischung aus Blue Bytes Siedlern und Sunflowers Anno 1602 sehr nahe kommt. Ob es den anderen Spielen des Genres das Wasser reichen kann, werden wir sehen.


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Ein Wandersmann aus dem Königreich Breehn entdeckt auf einer Gebirgstour einen Spalt und findet dahinter das sagenumwobene Land der Hoffnung - ein idyllischer Ort von mildem Klima und reich an Bodenschätzen - eine hervorragende Gelegenheit, das Reich auszudehnen und Platz für die stetig wachsende Bevölkerung zu schaffen. Der Spieler verkörpert den jungen Prinzen Leon und wird vom König in dieses Land geschickt, um dort seine eigene Zukunft aufzubauen und das Königreich zu vergrößern. Und so ist eiliger Aufbruch angesagt, auf daß er das Land der Hoffnung als erster erreiche, denn diese erstaunliche Nachricht tut sich schnell in anderen Landen kund.

Hier beginnt die klassische Aufbaustrategie: Als erstes wird ein Haupthaus gebaut, in dem sogleich die Steuern oder Sonderabgaben erhoben werden - komischerweise wird auch hier zuerst an die blaublütige Schicht gedacht. Damit auch die restliche Bevölkerung etwas zu tun hat, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, für Häuslichkeit zu sorgen. Einige Häuser können direkt vom Spieler gebaut werden, wobei sich diese in fünf Kategorien einteilen lassen, die für die fünf Grundpfeiler einer Zivilisation stehen: Wirtschaft, Militär, Kirche, Diplomatie und Staat.


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Zu letzterem gehört zum Beispiel das Ausbildungshaus, in dem für bare Münze Spezialisten ausgebildet werden, zu denen Bauern, Holzfäller, Pelzjäger (inklusive Tier) und 22 weitere Berufe gehören. Jeder kann das für sich spezifische Häuschen bauen und seinem Beruf nachgehen, damit für Staat und Volk gesorgt ist.

Mit wachsender Bevölkerung und fortschreitender Technologie verlangt das Volk nach bestimmten Waren wie Wein, Medikamente oder Bücher. Kann man diese Waren nicht aus eigener Kraft herstellen oder sorgt ein deftiger Winter oder zu stark gedüngter Boden für knappe Nahrung, gibt es ein recht komplexes Handelssystem, in dem natürlich auch überschüssige Ware verkauft oder fehlende gekauft werden kann. Soweit ist es ein sehr gutes Konzept, Handel und Produktion ähnlich Anno 1602 zu gestalten und trotzdem viel näher am Geschehen zu sein. Auch das Militär kommt durch Einheiten wie den Spion oder Saboteur nicht zu kurz.


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Allerdings gibt es zu viele Details, die nicht zu stimmen scheinen - grafisch wie im Spielverlauf: Die Figuren liegen beim Hausbau auf dem Boden und klopfen den Schlamm währen nebenan das Haus wächst. Der Bauer produziert Korn ohne ein Feld und wer hat denn Interesse an ungemahlenem Korn? Müßte es nicht einen Müller und Bäcker geben? Auch der Pelzjäger steht die ganze Zeit auf dem Hof und gerbt Fälle ohne je auf der Jagd gewesen zu sein. Sollte es zum Kampf kommen, schlagen die Wachmänner in die Luft oder halten komplett still und gewinnen trotzdem unter Waffengeklirre den Kampf. Das alles läßt auf eine noch unausgereifte Programmierung schließen.

Fazit:
Land der Hoffnung bietet im Prinzip gute Ansätze. Der Wirtschaftsfaktor ist bis auf die teilweise fehlenden Produktionsketten ganz gut gelungen, aber gerade bei der Animation ist die Grafik nicht auf dem aktuellen Stand wie andere Spiele dieses Genres, so daß es eher enttäuscht als begeistert.


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