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Sun - Neue Interface-Strukturen für Handhelds

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Ideen zu Benutzerschnittstellen
Ideen zu Benutzerschnittstellen
In den letzten Jahren haben sich Prozessorleistung und Speicherkapazität auch bei mobilen Computern enorm vergrößert, während Desktop-Displays immer größer werden, schrumpfen die Displays von Handhelds wie dem PalmPilot und Handys aufgrund der immer kleineren Geräte zunehmend.

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Wer nun ein größere Zahl von Objekten auf beispielsweise einem PalmPilot-Screen organisieren will, muß sehr bald feststellen, daß die Orientierung in Menüs und Ordnern eher unnatürlich ist und nur selten durchgehalten wird.

Eben mit diesem Problem sahen sich die Entwickler bei Sun konfrontiert als sie versuchten eine Java-Umgebung für den Palm Pilot zu entwickeln. Zeit also für ein neues User Interface das auf die Bedürfnisse von PDAs zugeschnitten ist.

Das Resultat ist ein munteres Potpourri der verschiedensten User Interfaces, das man als "Ereignishorizont" ("event horizon") bezeichnete.

Man stelle sich eine unendlich große zweidimensionale Fläche vor, die verschiedenartige Objekte wie Icon, Bilder Text usw. aufnehmen kann. Im Zentrum dieser Fläche befindet sich der Ereignishorizont, von den Entwickler auch als "Sink" bezeichnet. Die Navigation in diesem System erfolgt nun durch die Aktionen "Expand" und "Compress". Beim komprimieren bewegen sich die Objekte, die auch außerhalb des Displays liegen können, radial auf den Sink zu, bis dieser sie wie ein schwarzes Loch verschluckt. Das Expandieren erfolgt demnach umgekehrt, der Sink gibt die Objekte in umgekehrter Reihenfolge wieder frei.

Die Objekte sind also eher in einem geordneten Chaos organisiert, wobei die Orientierung der Realität sehr nahe kommt, betrachtet man das Ganze wie einen Stapel. Da nun aber Die Objekte ebenfalls wieder Sinks sein können, die man dann ähnlich Ordnern öffnet, ergibt sich eine recht komplexe verschachtelte Struktur.

Unter dem Namen "Radius" hat man bei Sun nun eine Implementierung dieser ungewöhnlichen Benutzerschnittstelle für den PlamPilot entwickelt, die den Notizblock ersetzt. Dabei bewegen sich die Objekte nicht wirklich radial sondern in einem Winkel von 45 Grad, was den großen Vorteil des Ereignishorizont im Gegensatz zu andere auf Zoom basierenden Benutzerschnittstellen erhält - geringe Ansprüche an die Rechenleistung, denn die ist bei Handhelds noch immer knapp.

Der Ereignishorizont bringt also keine bahnbrechend neuen Ideen, erreicht durch den Fokus auf Handhelds mit kleinen Displays und geringer Rechenleistung jedoch eine Struktur, die reale Papierstapel in ein handliches Format quetscht. Ob dies jedoch die etablierte Baum- und Ordnerstruktur ergänzen oder gar verdrängen wird, bleibt offen. Schließlich ist der Mensch in der Regel ein Gewohnheitstier, das eben die Organisation von Dateien in Bäumen von Ordnern gewöhnt ist.

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