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Dimension gibt 3D-Datenformat SPX frei

/ Christian Klaß
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Dimension 3D-Systems(öffnet im neuen Fenster) , einer der führenden Anbieter von 3D-Scannern für Medienzwecke, hat den Sourcecode des selbstentwickelten 3D-Datenformats SPX freigegeben. SPX wurde speziell für Internet-Anwendungen entwickelt und ist soll erheblich kompakter sein, als beispielsweise VRML. Im Gegensatz zu VRML ist SPX "streambar", erlaubt also schon die Darstellung von Dateninhalten bei noch laufender Übertragung, ähnlich wie MetaCreations MetaStream 3D-Dateiformat.

Das Format ist laut Dimension so angelegt, daß sich Erweiterungen leicht einbringen lassen. Bereits jetzt sollen die in SPX gespeicherten Daten bis zum sechsfachen kompakter sein als entsprechende VRML-Dateien, allerdings ist SPX auch auf die Darstellung einzelner, detaillierter 3D-Objekte spezielisiert, nicht für komplette Szenenbeschreibungen und ist eher für Internetshops gedacht.

Mit der Freigabe des Sourcecodes für SPX will Dimension 3D einen Beitrag zur weiteren Entwicklung von 3D im Internet leisten. "Wir hoffen, daß sich durch die Verfügbarkeit eines freien, kompakten und schnellen Formates weitere 3D-Anwendungen im Internet etablieren. Die Verwendung proprietärer Formate führt dagegen in die Abhängigkeit von wenigen Unternehmen und damit automatisch zu Fortschrittshemmnissen", so Oliver Dehning zu den Motiven des Unternehmens. Marketingchef Thomas Nacken erhofft sich von der Verbreitung von SPX natürlich auch eine Stimulation des eigenen 3D-Scannergeschäftes. "Wir sähen es aber positiv, wenn auch andere Hersteller dieses Format verwendeten. Eine Stimulans des 3D-Marktes kommt letztlich allen zugute."

Freigegeben wurde die dokumentierte Definition des Dateiformates sowie eine Entwicklerbibliothek unter der GNU Public Library License. Werkzeuge zur Visualisierung und Verarbeitung von SPX-Daten wurden ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt, darunter ein Active-X Control zur einfachen Integration von 3D-Modellen in Anwendungen. Ein Plugin für Netscape Navigator und Internet Explorer wird bereits seit letztem Jahr verbreitet. Ein Plugin für 3D-Studio MAX, das den Import und Export von SPX-Daten in und aus 3D-Studio ermöglicht sowie ein einfacher Editor zur Nachbearbeitung der Modelle werden demnächst folgen. VR-Systems aus München hat SPX bereits in ihr VRML-Authoring Tool Virtual Vision WOERML.

Kommentar:
Gegen das leistungsfähige MetaStream-Format von Kai Krauses Innovativ-Firma MetaCreations dürfte sich SPX zwar nicht durchsetzen, doch immerhin in der Open Source Szene recht gut etablieren können – im Gegensatz zum ebenfalls kostenlos einsetzbaren MetaStream muß nämlich keine Lizenz beachtet werden.


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