SETI@home von Euphorie überrannt
Über mangelnden Erfolg können sich die Leute hinter SETI@home(öffnet im neuen Fenster) nicht beschweren, aber gerade das wurde in letzter Zeit zum Problem, schließlich ist das öffentliche Interesse an der Suche nach außerirdischen Lebensformen nicht gerade klein. Hatte man Anfangs auf 150.000 Teilnehmner gehofft, sind es heute bereits über 500.000, worauf die SETI@home-Systeme offenbar nicht ausgelegt waren, so daß die Macher nun einige Pannen einräumen mußten.
Demnach wurden in letzter Zeit immer die gleichen Pakete zur Analyse ausgesendet, und zwar Daten vom 7. und 8. Januar, so daß seit geraumer Zeit keine neuen Daten mehr untersucht wurden und die entsprechende Rechenzeit somit verschwendet wurde.
Einige der Probleme will man heute mit dem Release einer neuen Client Version heute beheben. Zudem wird man die Serverkapazität mit einigen weiteren Sun-Servern erhöhen.
Das Projekt SETI@Home will die enormen Rechenkapazitäten der an das Internet angeschlossenen Rechner nutzen, um außerirdisches Leben im All aufzuspüren. Dabei werden mit Hilfe des Arecibo Radio Teleskops in Puerto Rico – dem größten Radioteleskop der Welt – etwa 4 Millionen aufgezeichnete Frequenzkombinationen untersucht. Für die Allgemeinheit ist diese Methodik spätestens nach dem Hollywood-Streifen "Contact" mit Jodie Foster bekannt, in dem man auf diesem Weg Kontakt zu Außerirdischen fand.
SETI@Home arbeitet dabei eng mit dem Projekt SERENDIP zusammen, das in der University of California Berkeley beheimatet ist und über eine dauerhafte Verbindung zum Arecibo Radio Teleskop verfügt.
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