Wizards of OS - Open-Source-Konferenz in Berlin
Im Rahmen der Konferenz soll geklärt werden, ob es bei freier Software nur um die Freiheit von Programmcode geht oder auch darum, in welcher Gesellschaft wir fortan leben wollen. Die Wizards of OS ist die erste Veranstaltung in Deutschland speziell zur Kultur, Philosophie, Politik und Wirtschaft der freien Software. Ihr Leitmotiv heißt freie Software zwischen sozialer Bewegung und Marktwirtschaft: "Wenn sich kooperative und korporative Kulturen treffen, geht es um mehr als nur die Frage, wer die bessere Software schreibt."
Folgende Vorträge und öffentliche Diskussionen sollen auf der "Wizards of OS" stattfinden:
- Freie Software-Lizenzen versus Urheber-, Patent- und Markenrecht; welche Lizenzmodelle gibt es und welche Vor- und Nachteile haben sie?
- Open-Source-Kryptographie versus "security through obscurity": Welches Modell ist sicherer?
- Freie Software und partnerschaftlicher Wissensaustausch zwischen reicheren und ärmeren Ländern.
- Freie Software im Bildungswesen.
- Was sind die Stärken einer offenen Standardsetzung wie im Internet, wo liegen ihre Grenzen?
- Anwendung der Mechanismen freier Software auf andere Formen von Wissen: Texte, Bilder, Musik und multimediale Kunst.
- Parallelen von Software und Gentechnik: Saatgut, traditionell von Bauern getauscht und gekreuzt, wird neuerdings als geistiges Eigentum patentiert von Chemie- und Pharmakonzernen wie Monsanto, das sich gern als "Microsoft der Biotechnologie" bezeichnet.
Neben den Vortragen und Diskussionen mit bekannten Persönlichkeiten(öffnet im neuen Fenster) aus der Open-Source-Szene werden prominente freie Software-Projekte von ihren Entwicklern vorgestellt: das X-Window-Systems-XFree86, die Benutzeroberfläche KDE, der Webserver Apache, die Skriptsprache Perl und das freie Unix BSD.
Daran anschließend präsentieren sich Firmen, die ihr Geschäft mit freier Software machen: Der Linux-Distributor SuSE, mittelständische Linux-Supporter wie Lunetix und Innominate, der O'Reilly-Verlag, der kommerzielle Softwarehersteller Intershop, der Linux-Versionen seiner E-Commerce-Lösungen anbietet, die "taz", die seit kurzem auf einem Linux-basierten Redaktionssystem erstellt wird, der Anlagenbauer für Baustoff-, Verfahrens- und Holztechnik Babcock, der Linux im Netz einsetzt, sowie Apple und Sun, die sich neuerdings in den Quelltext ihrer Software schauen lassen.
Um so vielen Interessierten wie möglich die Teilnahme zu erlauben, ist der Eintrittspreis günstig kalkuliert: 50,- DM (ermäßigt: 25,- DM) für beide und 30,- DM (ermäßigt: 15,- DM) für einen der Konferenztage. Die Anmeldung ist möglich per Internet unter www.mikro.org/wos(öffnet im neuen Fenster) oder durch Überweisung der Teilnahmegebühren an mikro e.V., Berliner Sparkasse, Kto.-Nr. 720007038, BLZ 100 500 00, Verwendungszweck "WOS" und eine E-Mail mit Name und Anmeldung an:
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