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Test: "Star Wars I - Die dunkle Bedrohung" im PC

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Alle diejenigen, die nicht mehr auf den Filmstart von "Star Wars Episode I" warten wollen, bieten LucasArts und Distributor Softgold jetzt Abhilfe: Schon 2 1/2 Monate vor dem Filmstart erscheint das Spiel zum Film. Komplett in Deutsch kann der Spieler die Handlung des Filmes ziemlich exakt nach spielen. Er schlüpft dabei anfangs in die Rolle des jungen Obi Wan Kenobi, um im weiteren Spiel auch andere Charaktere zu übernehmen. Das Spiel beschränkt sich dabei aber nicht nur auf die Story des Filmes, zusätzliche Unterhandlungen und Verzweigungen sollen das Spiel sehr abwechslungsreich machen.

Beim ersten Start des Spieles denkt man "Tomb Raider" (EIDOS) im Star Wars Gewand vor sich zu haben. Aus einer Beobachterperspektive sieht man die Spielerfigur meist von hinten. Diese kann wie Lara Croft laufen, rennen, springen und so weiter. Außerdem hat man eine Auswahl diverser Waffen zur Verfügung, wobei jeder der spielbaren Figuren eine Spezial-Waffe zur Verfügung steht, z.B. das Laserschwert bei Obi Wan. Und ebenso wie bei der bekannten Abenteuerin muß man sich nicht nur durch diverse Levels kämpfen, sondern auch klettern, springen, hangeln und diverse Schalterrätsel lösen um weiter zu kommen. Trotzdem ist "Die dunkle Bedrohung" ein eigenes Spiel und nicht nur ein Tomb Raider-Verschnitt. So ist unter anderem die notwendige Kommunikation mit diversen Spielfiguren und das Wechseln der selbst zu spielenden Figur neu.


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Grafisch präsentiert sich "Star Wars I" in einem hübschen Gewand. Die Level sind sehr aufwendig gestaltet und sehr detailliert. Allerdings ist die Zusammenstellung der Texturen nicht immer bis in letzte durchdacht. So kann es schon mal vorkommen, daß man einige Male an einem wichtigen Vorsprung vorbeiläuft, auf dem man klettern muß. So etwas bleibt aber zum Glück die Ausnahme. Alles Animierte ist ebenfalls sehr gelungen:. Laserschwerte ziehen hübsch blendend nach, Blastersalven hinterlassen Leuchtspuren, sämtliche Figuren sind ansehnlich animiert und Waffen hinterlassen sogar Trefferspuren an den Wänden. Toll sind auch die vielen Transparenz-Effekte. Gebäuden wird z.B. beim Betreten sehr weich das Dach weg geblendet, um freie Sicht zu bekommen. Am meisten profitieren aber Explosionen und ihre Druckwelle durch diese Effekte und wirken sehr imposant.

Wo viel Licht ist, da ist auch Schatten: Einige grafische Details wirken nur aus der normalen Perspektive gut. Wird hingegen bei dem Gespräch mit einer Figur nahe an die Szene herangezoomt, so sieht man doch die eine oder andere 2D-Bitmap. Übrigens lassen sich die Details je nach PC-Leistung ab- oder zuschalten. Hier sind viele Einstellungen möglich. Der Schieber für die Grundeinstellungen hat auch einen Einfluß auf die Qualität der Zwischensequenzen.

Zum Sound gibt es nicht viel zu sagen: Rundum gelungen ist er und durch die Stimmen der deutschen Synchronsprecher besonders "authentisch". Durch ihn macht es u.a. doppelt Spaß mit dem Lichtschwert rumzusäbeln. Die Begleit-Musik muß sich ebenfalls nicht verstecken. Dank dem klasse I-Muse-System paßt sie sich immer der Situation an.


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Der Spielspaß lebt aber nicht nur von Grafik, Sound und dem Star-Wars-Faktor. Die Figuren lassen sich mittels Tastatur, Pad oder Stick recht präzise steuern. So kann man laufen, rennen, springen, sich wegrollen, an etwas entlanghangeln oder sich hoch ziehen. Nur ducken kann man sich unverständlicher Weise nicht. Mit dem Lichtschwert als Waffe ist man aber in der Lage Lasersalven abzulenken oder gar zum Absender zurück zu schicken. Allerdings hat man hier doch das Gefühl, daß man ein wenig auf das Glück angewiesen ist, denn nicht immer ist klar, warum man den Schuß ablenken konnte und der nächste den Jedi traf. Die übrigen Waffen sind auch ganz nett, aber es fehlt eine mit entsprechender Durchschlagskraft. Wieso ist es nicht möglich mit dem Protonenraketenwerfer einer dieser üblen Panzer ab zu schießen? Selbst für einen Jagd-Droiden sind mitunter drei Raketen notwendig. Der Thermaldetonator, den man sowieso nur selten findet, ist da nicht besser. Hübsch und ganz nützlich dagegen ist der Einsatz der Macht, der sogenannte Macht-Stoß. Vor allem die normalen Kampfdroiden purzeln dann immer munter durch die Gegend.

Die Auswahl der Gegner ist nicht sehr groß. Meist ist man damit beschäftigt Kampfdroiden nieder zu mähen. Ab und zu kommt auch mal ein Jagd-Droide daher, der es dann in sich hat. Gut gepanzert und mit Schilden versehen, ist er ein übler Gegner. Der Panzer ist noch um einiges härter. Nahezu unzerstörbar und mit großer Feuerkraft ausgestattet, geht man ihm lieber aus den Weg. Die Gegner selbst agieren recht geschickt und treten auch schon mal den Rückzug an, wenn sie zu unterliegen drohen. Nicht jeder Gegner muß übrigens zerstört werden. So gibt es in einem Level Gegner, die man nicht angreifen darf, sonst hat man verloren. Hier ist der Macht-Stoß dann das einzige brauchbare Mittel.


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Bei den Gefechten mit den Droiden und anderen Kontrahenten, vor allem wenn sie in Massen auftreten, zeigt sich dann auch das größte Manko des Games: Der nicht selbst änderbare Blickwinkel. Durch die schräge Draufsicht sieht man Gegner manchmal viel zu spät und muß Federn lassen. Ab und zu kommt man gar nicht an sie heran, während sie einen mit Thermaldetonatoren bepflastern. Dadurch sind einige Passagen erst zu lösen, wenn man sie schon einmal angespielt hat, aber gefallen ist. Der Schwierigkeitsgrad ist ansonsten als moderat zu bezeichnen und ist auch einstellbar. Auf der Stufe "easy" kommt man auch ganz gut durch, ohne zu oft neu anfangen zu müssen. Ständiges Speichern ist aber trotzdem zu empfehlen. Das Spiel sieht hierfür eine Quick-Save-Funktion vor, die nur ein Tastendruck bedarf.

Neben den zahlreichen Gegnern gibt es aber auch eine Anzahl freundlicher Personen, die einem Ratschläge oder wichtige Infos geben, oder auch mal darum bitten, daß man für sie eine kleine Aufgabe übernimmt. Mit einigen Figuren kann auch gesprochen werden. Hier hat der Spieler immer eine Auswahl von verschiedenen Sätzen, die auch zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können.

Fazit:
"Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung" ist sicher einer der Hits dieses Sommers. Und das nicht nur, weil der Film in den Startlöchern steht. Das Spiel ist eine sehr gut gelungene Filmumsetzung. Hier ist der Spieler aus der Vergangenheit ganz andere Dinge gewöhnt. Grafik, Sound und Spießspaß stimmen und sorgen für eine ausreichende Langzeitmotivation. Getrübt wird das Bild ein wenig durch das schwere Manko, daß man nicht die Perspektive ändern kann und einige andere Kleinigkeiten. Aber man kann mit ihnen leben...


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