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Bundesregierung:IT-Branche soll erheblich wachsen

/ Andreas Donath
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Die Informationswirtschaft in Deutschland kann nach Ansicht des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Siegmar Mosdorf einen wesentlichen Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit leisten.

"Allein auf den Multimedia-Märkten besteht ein Potential von 260.000 bis 280.000 zusätzlichen Arbeitplätzen bis zum Jahr 2001." Um dieses Leistungsvermögen zu nutzen, bedürfe es eines umfassenden Ansatzes, der die notwendige Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Verbesserung der Infrastruktur und die Optimierung der technologischen Basis sicherstelle. Die Bundesregierung arbeitet nach Auskunft Mosdorfs derzeit an einem entsprechenden Aktionsprogramm.

"Die Zahl der IT-Unternehmen muß bis zum Jahr 2001 verdoppelt werden", fordert Mosdorf. Über die bestehenden Förderprogramme hinaus seien bereits Initiativen ergriffen worden, um regionale Anlaufstellen für Unternehmen zu schaffen, die Beratungsbedarf bei der Anwendung von Informationstechniken haben. Außerdem sollen für Existenzgründer in den ersten Jahren der Selbständigkeit Kostenvorteile entstehen. "Eine Belastung für die dringend notwendige Gründerkultur in Deutschland werden wir vermeiden", so Mosdorf. Wie das allerdings mit den Gesetzesmaßnahmen gegen Scheinselbsständige zusammenpaßt, die am Anfang ihrer Selbständigkeit oft nur für einen Auftraggeber arbeiten und keine Angestellten haben und deshalb sozialversicherungspflichtig werden, konnte nicht geklärt werden.

Zur Entschärfung des Fachkräftemangels im IT-Bereich mahnt der Staatssekretär koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten an, um dem Problem effektiv begegnen zu können. Kurzfristig solle die Bundesanstalt für Arbeit prüfen, ob das bereits hohe Niveau von 30.000 Teilnehmern an Qualifizierungsmaßnahmen für das Arbeitsfeld Informationstechnologie eventuell noch weiter aufgestockt werden könne.


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