Abo
  • Services:

Telefon-CDs: Magenta, die Farbe der Abmahnung

Artikel veröffentlicht am ,

Der Stein des Anstoßes
Der Stein des Anstoßes
Die Hersteller der neu auf dem Markt erscheinenenden Telefon-Auskunft-CDs liefern sich geradezu einen Abmahnkrieg - noch bevor TopWare mit seine 99er Version der D-Info Ende Mai auf den Markt kommt, liegt dem Unternehmen schon ein Abmahnung der Deutschen Telekom AG bzw. ihrer Tochter DeTeMedien vor. Die für die CD-Hülle der D-Info verwendete Farbe verstoße gegen Markenrechte der Telekom, da das Telekom-typische Magenta Verwendung findet.


Das Original
Stellenmarkt
  1. Stiftung ICP München, München
  2. HANSA-FLEX AG, Bremen

TopWare hingegen hält die Vorwürfe für haltlos. Zwar räumt man ein, daß bei der Druckgestaltung auch Magenta verwendet wird, dies sei aber durch den verwendeten 4-Farbdruck bedingt. Der Magenta-Ton sei kein bestimmendes Element des Cover-Designs - aber darüber werden wohl nun Richter entscheiden müssen.

Damit aber nicht genug, auch der Slogan, D-Info sei die prominenteste Telefon-CD Deutschlands, mißfällt der Telekom. TopWare wird nachweisen müssen, ob dieser Spruch stimmt, oder auf ihn verzichten müssen, heißt es.

Das Problem Nr.2
Das Problem Nr.2
Auch der Softwareproduzent GData erhielt eine strafbewehrte Unterlassungserklärung - in Zeitschriftenanzeigen für die PowerInfo CD wurde ebenfalls Magenta verwendet. GData gibt zu, daß in einigen Anzeigen die farbliche Gestaltung sehr nah an die Telekomfarben heranreicht.

Dies liege allerdings an dem jeweiligen Druck - aus der Anzeigenvorlage ergebe sich die Verwechslungsgefahr nicht.

Doch damit nicht genug - auch untereinander beharken sich die Telefon-CD-Anbieter: Mit dem Untertitel "D-Telefonauskunft" erzürnt GData TopWare, die ihrerseits die Rechte am Präfix "D-" beanspruchen. TopWare hat GData, deren Telefon-CD mit knapp 15 DM wesentlich günstiger ist, ebenfalls abmahnen lassen.

Kommentar:

Man sollte trotz aller Verwunderung über die bizarren Juristereien nicht vergessen, das entsprechende Ähnlichkeiten wohl kaum zufällig sind und die vergangenen Jahre gezeigt haben, das ein erhebliches Interesse an Telefon-CDs besteht und der Markt entsprechend umkämpft ist.

Den neuen CDs fehlt zwar die rekursive Suche nach Telefonnummern, doch dem Markterfolg dürfte dieses Manko kaum entgegenstehen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 208,71€ für Prime-Mitglieder

Folgen Sie uns
       


Xiaomi Mi 9 - Hands on (MWC 2019)

Xiaomi bringt das Mi 9 nach Europa. Der Europastart wurde auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona verkündet. Das Topsmartphone hat eine Triple-Kamera mit bis zu 48 Megapixeln. Es liefert für einen Preis ab 450 Euro eine sehr gute technische Ausstattung.

Xiaomi Mi 9 - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Microsoft: Die ganz normale, lautlose Cloud-Apokalypse
Microsoft
Die ganz normale, lautlose Cloud-Apokalypse

Wenn Cloud-Dienste ausfallen, ist oft nur ein Server kaputt. Wenn aber Googles Safe-Browsing-Systeme den Zugriff auf die deutsche Microsoft Cloud komplett blockieren, liegt noch viel mehr im Argen - und das lässt für die Zukunft nichts Gutes erwarten.
Von Sebastian Grüner

  1. Services Gemeinsames Accenture Microsoft Business arbeitet bereits
  2. Business Accenture und Microsoft gründen gemeinsame Service-Sparte
  3. AWS, Azure, Alibaba, IBM Cloud Wo die Cloud hilft - und wo nicht

Uploadfilter: Der Generalangriff auf das Web 2.0
Uploadfilter
Der Generalangriff auf das Web 2.0

Die EU-Urheberrechtsreform könnte Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten stark behindern. Die Verfechter von Uploadfiltern zeigen dabei ein Verständnis des Netzes, das mit der Realität wenig zu tun hat. Statt Lizenzen könnte es einen anderen Ausweg geben.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform
  2. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"
  3. EU-Urheberrecht Die verdorbene Reform

    •  /