Roboterfußball: Österreich wird Europameister

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Blechbüchsenkicker
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Während in Barcelona das Team des FC Bayern München im Finale der UEFA-Champions-League gegen Manchester United unterlag, erlangte das österreichische Austro-Team im Rathaus der Stadt Dortmund den Europameistertitel im Roboter-Kicken.

Das österreichische Team siegte gegen die deutsche Mannschaft von der Universität Dortmund mit 6:1. Im Spiel um den dritten Platz hatte sich vorher das zweite österreichische Team ebenfalls durchgesetzt und die Engländer mit 22:0 deutlich auf Distanz gehalten. Die drei Informatik-Teams aus Österreich und Deutschland dürfen nun zur Weltmeisterschaft nach Brasilien reisen.

Am Ende war ein Fairplay der besonderen Art im Spiel. Als sich nach der Vorrunde für das Endspiel des 2. FIRA EuroCups der Fußballroboter ein österreichischer Doppelerfolg abzeichnete, wurde der Ablaufplan für das Halbfinale geändert. Nicht "Platz 1 gegen 4" und "Platz 2 gegen 3" traten gegeneinander an, sondern Platz "1 gegen 2" und "Platz 3 gegen 4" der Vorrundentabelle. So gelangte das junge Dortmunder Team RVB 99 als deutsche Vertretung nach einem weiteren Sieg über England (7:2) in das Endspiel.
BR> Die freundliche Unterstützung für die Dortmunder Gastgeber war ein Vorschlag von Prof. Kopacek, Vorstand des Instituts für Handhabungsgeräte und Robotertechnik an der Universität. Er hatte schon in der Pressekonferenz erklärt, daß die hohen Spielergebnisse nicht durch mysteriös überlegene Tagesform der einen oder anderen Mannschaft zu erklären sind: "Wenn ein Team nur an einer Stelle des Programms die entscheidend schnellere Schaltung hat, kann es diesen Vorteil gnadenlos immer wieder ausnutzen."

Der mehrjährige Vorsprung der Österreicher in der Softwareentwicklung werde sicher bald ausgeglichen sein - die Vize-Europameister aus der Uni Dortmund sind erst seit drei Monaten beim Spiel mit den kickenden Kisten dabei.

Im Dortmunder Rathaus konnte das 2. EuroCup-Turnier der FIRA-Kicker am späten Mittwochabend vor einem begeisterten Publikum abgeschlossen werden. Nur: Ganz so dramatisch wie beim gleichzeitigen Rasen-Finale von Bayern München und Manchester United verlief das Spiel nicht.

Noch sind Fußball-Roboter berechenbarer als ihre Vorbilder, die noch in der Nachspielzeit das Spiel umbiegen können.

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